Sa, 18. November 2017

Lungenentzündung

12.09.2016 06:08

Kostet Schwächeanfall Clinton die Präsidentschaft?

Die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat am Sonntag die Gedenkfeiern für die Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig verlassen. Zunächst war von einer "Überhitzung" der 68 Jahre alten Demokratin die Rede, wenig später gab Clintons Ärztin Lisa Bardack bekannt, dass bei ihr eine Lungenentzündung diagnostiziert worden sei.

Clinton habe unter starkem Husten im Zusammenhang mit Allergien gelitten, so die Ärztin. Bereits am Freitag sei eine Lungenentzündung diagnostiziert worden. Clinton habe Antibiotika erhalten, außerdem sei ihr zu Ruhe und einem eingeschränkten Terminplan geraten worden. Bardack sagte, sie habe Clinton nach der Veranstaltung am Ground Zero in deren Haus in Chappaqua im Bundesstaat New York untersucht. Die 68-Jährige sei versorgt worden und erhole sich nun gut. Dennoch wurden laut Medienberichten Wahlkampfauftritte am Montag und Dienstag in Kalifornien abgesagt.

Auf einem online verbreiteten Video, das Clinton kurz nach Verlassen der Feier von hinten zeigen soll, ist zu sehen, wie sie steif und gestützt von einer Mitarbeiterin am Straßenrand steht, wo ein Kleinbus vorfährt, um sie abzuholen. Als sie sich mit unsicheren Schritten auf das Fahrzeug zubewegt, wird sie von weiteren Mitarbeitern unter den Achseln gestützt und zu dem Wagen gebracht.

Fox berichtete von "medizinischem Notfall"
Im konservativen Sender Fox News wurde der Vorfall als deutlich ernster beschrieben. Als Clinton am Ground Zero in ihren Bus gestiegen sei, habe es eher nach einem "medizinischen Notfall" ausgesehen, so der Sender unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Der Vorfall dürfte Wasser auf die Mühlen ihres republikanischen Rivalen Donald Trump (70) sein. Er hat im Wahlkampf wiederholt Anspielungen gemacht, dass Clinton auch aus gesundheitlichen Gründen ungeeignet für das Präsidentenamt sei - ohne dies aber in irgendeiner Form zu belegen.

Arzt attestierte Clinton "exzellente Gesundheit"
Im Dezember 2012 hatte Clinton eine Gehirnerschütterung erlitten und kurz darauf ein Blutgerinnsel gehabt. Ihr Arzt beschrieb in einem im Juli veröffentlichten Brief Clintons Gesundheitszustand als "exzellent" und erklärte, sie sei fit, um die Aufgaben einer Präsidentin zu erfüllen. Trump hat bisher kein Attest über seinen Gesundheitszustand veröffentlicht.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden