Di, 17. Oktober 2017

Bei US-Siegesfeier

11.09.2016 08:30

Frau von weltbekanntem Kussfoto gestorben

Ihr Kuss zählt zu den berühmtesten, die jemals auf Zelluloid gebannt wurden: Greta Zimmer Friedman, die bei den Feiern zum Ende des Zweiten Weltkriegs von einem US-Marinesoldaten in New York auf der Straße geküsst wurde, ist 71 Jahre nach dem Schnappschuss gestorben. Die 92-jährige gebürtige Österreicherin starb an den Folgen einer Lungenentzündung, wie die Zeitung "New York Times" am Samstag berichtete.

Die damalige Zahnarzthelferin Friedman war an jenem 14. August 1945 21 Jahre alt, als der Seemann George Mendonsa sie bei den Feiern auf dem New Yorker Times Square aus Übermut und Freude über das Kriegsende packte und küsste. Die beiden kannten sich nicht. Die Szene wurde von dem Fotografen Alfred Eisenstaedt festgehalten und ganzseitig im Magazin "Life" gedruckt. Das Bild ging um die Welt.

"Es war nicht romantisch"
Sie habe den fremden Matrosen nicht kommen sehen, erzählte Friedman 2012 dem Sender CBS über den Vorfall am Rande einer Jubelparade am Times Square. Im Handumdrehen habe er sie gepackt und ihr den Kuss aufgedrückt. Der Soldat George Mendonsa aus New Jersey sagte später, dass er in dem Moment vom Freudentaumel über das Ende des Krieges mitgerissen worden sei. In einem Interview im Jahr 2005 sagte Friedman, es sei nicht "romantisch" gewesen. "Es war nur ein Ereignis im Sinne von 'Gottseidank, der Krieg ist vorbei'".

Österreicherin von Nazis vertrieben
Wie am Montag bekannt wurde, handelte es sich bei Friedman um eine aus Österreich stammende Jüdin. Sie musste mit ihren drei Schwestern vor der Nazi-Herrschaft fliehen - ihre Eltern wurden von den Nationalsozialisten ermordet.

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