Mi, 22. November 2017

Nach Unwettern

06.09.2016 14:16

Aufräumarbeiten in Kärnten voll angelaufen

Nach dem schweren Unwetter mit Murenabgängen von Sonntagabend sind die Aufräumarbeiten in Afritz in Kärnten voll angelaufen. Am Dienstag waren Feuerwehren, Bundesheersoldaten und Mitarbeiter des Landes im Einsatz, um den Ort vom Schlamm zu befreien. Rund 40 Gebäude waren durch Muren beschädigt worden, 28 sind immer noch unbewohnbar.

Bereits am Montag sei es gelungen, einen Bach wieder ins Bachbett zurückzubringen, sagte Bürgermeister Maximilian Linder: "Heute werden mit vier Baggern Schutzwälle errichtet, weitere Bagger legen die Wege zu den Häusern frei." Im Ortsteil Kraa ist die Schlammschicht teilweise noch zwei Meter hoch. "Neben dem Bundesheer sind auch andere Institutionen, wie zum Beispiel das Wasserbauamt und der Agrarbauhof, mit Maschinen angerückt", so Linder. Die Feuerwehren der Gegend werden in den kommenden Tagen von einem Katastrophenzug unterstützt.

Finanzielle Hilfe eingeleitet
Mittlerweile wurden auch Maßnahmen zur Unterstützung der Gemeinde eingeleitet. Wie Kärntens Finanzreferentin Gabriele Schaunig mitteilte, werden die Kreditsperren in den Budgetposten Straßenbau sowie Hilfe in besonderen Lebenslagen aufgehoben: "Die Mittel können zweckgebunden für die Schadensbehebung in den betroffenen Gebieten herangezogen werden."

Weiters wurden als erste Sofortmaßnahme rund 50.000 Euro freigegeben. Als dritte Maßnahme hat das Land Kärnten angekündigt, das Regionalfonds-Gesetz zu ändern. Dadurch sollen Gemeinden dringend benötigte Gelder zur Behebung von Katastrophenschäden über den Regionalfonds vorfinanziert bekommen.

Auch wird derzeit nach Unterbringungsmöglichkeiten für jene Menschen gesucht, die wohl länger nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Dazu wird nun erhoben, wie viele Genossenschaftswohnungen in der Region um Afritz derzeit freistehen.

Doch auch die Caritas reagierte sofort und öffnete den Katastrophenfonds Kärnten für besondere Härtefälle. "In Afritz werden mehr als 160 Menschen vor eine harte Probe gestellt. Sie jetzt nicht allein zu lassen, ist unsere Aufgabe", sagte Caritas-Direktor Josef Marketz. Ebenso sicherte die Arbeiterkammer Hilfe zu: Wie der Kärntner AK-Präsident Günther Goach mitteilte, können von Murenabgängen betroffene Arbeitnehmerhaushalte 1500 Euro Soforthilfe beantragen. Auch die evangelische Kirche versprach finanzielle Hilfe.

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