So, 19. November 2017

„Sicherheitsrisiko“

06.09.2016 12:49

Bizarres Burka-Verbot in der Terrorhochburg des IS

Der Islamische Staat hat in Teilen Mossuls offenbar ein Burka-Verbot erlassen, obwohl Frauen seit der Eroberung der irakischen Stadt durch die Terrormiliz dazu gezwungen wurden, Ganzkörperschleier zu tragen. Wie der iranische Sender Al-Alam News Network am Dienstag berichtete, kam dieses bizarre Gesetz durch Sicherheitsbedenken zustande, nachdem mehrere IS-Kommandanten von verschleierten Frauen ermordet worden sind.

Al-Alam beruft sich in seinen Angaben auf einen "anonymen Insider". Dessen Informationen zufolge mussten Mossuls Frauen nach der Eroberung der zweitgrößten Stadt des Irak durch IS-Extremisten im Juni 2014 Burkas tragen. Dies wurde auch streng überwacht, bei Verstößen gab es drakonische Strafen. Einige ungehorsame Frauen seien von der Scharia-Polizei sogar getötet worden.

Meinungsumschwung bei den Islamisten
Nun haben es sich die Islamisten offenbar anders überlegt, da in den vergangenen Monaten mindestens zwei ranghohe IS-Mitglieder bei Attacken durch Burkaträgerinnen ums Leben gekommen waren. Das Verbot gilt rund um Kommandozentralen und Institutionen des IS innerhalb der Stadtgrenzen Mossuls. Außerhalb der Stadt gilt in IS-kontrollierten Regionen weiterhin die Verschleierungspflicht.

Mossul könnte noch heuer befreit werden
Mossul ist seit etwas mehr als zwei Jahren im Würgegriff des Islamischen Staates. Die Rückeroberung scheint aber nahe. Der Chef des für den Irak und Syrien zuständigen Zentralkommandos der US-Armee hält eine entscheidende Offensive noch 2016 für möglich. Es sei an der irakischen Regierung und der irakischen Armee, einen Zeitplan für die Rückeroberung zu entwerfen, sagte General Joseph Votel Ende August.

Iraks Ministerpräsident Haider al-Abadi habe die Absicht geäußert, bis Ende des Jahres "mit Mossul durch zu sein", sagte Votel. "Ich denke, sie sind auf dem Weg, dieses Ziel zu erreichen." Er sicherte die enge Zusammenarbeit und die Unterstützung durch die US-Streitkräfte zu. Derzeit stehen die Iraker noch deutlich vor der nordirakischen Großstadt, die vor allem für die Erdölproduktion große Bedeutung hat. Votel geht von harten Kämpfen aus.

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