Mi, 22. November 2017

In Flugverbotszone

06.09.2016 07:50

Drohne gefährdet Notarzthubschrauber bei Landung

Gefährlicher Zwischenfall am Stützpunkt des Wiener Notarzthubschraubers "Christophorus 9" in Aspern: Eine Drohne behinderte den Einsatzhelikopter bei der Landung. Die Besatzung entdeckte das Flugobjekt gerade noch rechtzeitig und konnte Schlimmeres verhindern. Das Gebiet gehört aufgrund der Nähe zum Flughafen Wien-Schwechat eigentlich zu einer Flugverbotszone.

Zu dem gefährlichen Zwischenfall kam es bereits am Freitagabend. Die Besatzung des Hubschraubers hatte die Drohne glücklicherweise bei der Landung nach einem Einsatz gesehen, obwohl es bereits 21 Uhr war, sagte Klaus Egger, ÖAMTC-Flight-Safety-Officer und selbst Hubschrauberpilot. Danach schwebte das Gerät noch einige Zeit nur wenige Meter über dem Hubschrauber.

"Man sieht Drohnen tagsüber schon schlecht, nachts ist es noch viel schwerer, was die Kollisionsgefahr erhöht", so der Fachmann. Besonders bedenklich ist laut Egger, dass sich die Drohne in einer Anflugschneise für Flugzeuge befand, wo Drohnen generell verboten sind.

Furcht vor weiteren Zwischenfällen
Beim ÖAMTC will man die Drohnen nicht verteufeln, befürchtet aber, dass es durch die immer billiger werdenden "Spielzeuge" zu weiteren gefährlichen Zwischenfällen kommt. "Ich habe die Hoffnung, dass die Besitzer durch die Medienberichte aufmerksam werden und sich damit beschäftigen, was erlaubt ist und was nicht", so Egger.

Flugverbotszonen - diese sind leicht im Internet zu finden - sind unbedingt zu meiden. Das Aufsteigen über 150 Meter ist verboten und besonders nachts sollte man noch mehr aufpassen als sonst.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden