Mo, 20. November 2017

In Tiroler Gefängnis

05.09.2016 16:53

Schlägerei unter Häftlingen fordert drei Verletzte

Mit drei teils schwer Verletzten hat am Montagvormittag eine Schlägerei unter Häftlingen in der Innsbrucker Justizanstalt geendet. Fünf Insassen aus Osteuropa waren im "Spazierhof" mit Eisenstangen auf drei Marokkaner losgegangen, berichtete Anstaltsleiter Reinhard Potocnik. Weshalb es zur Attacke kam, ist Gegenstand von Ermittlungen.

Insgesamt 20 Justizwachebeamte - darunter eine Spezialeinheit mit Schutzausrüstung, Helmen und Schutzschildern - mussten aufgeboten werden, um der Lage Herr zu werden, so Potocnik. Nachdem die Lage unter Kontrolle war, wurden die drei Marokkaner in die Innsbrucker Klinik eingeliefert, das schwer verletzte Opfer schließlich stationär aufgenommen.

Vor allem aufgrund des hohen Ausländeranteils und der damit einhergehenden sprachlichen Barrieren und ethnischen Unterschiede komme es in der Justizanstalt immer wieder zu Konflikten unter den Häftlingen, berichtete der Anstaltsleiter. "Das ist eine neue Herausforderung."

Belastbarkeitsgrenze für Personal überschritten
Die Innsbrucker Justizanstalt war erst Ende Juni in die Schlagzeilen gekommen. Die Justizwache hatte Alarm geschlagen und gemeint, dass die Belastbarkeitsgrenze für das Personal überschritten sei. Die Gewerkschafter berichteten von allein zehn verletzten Sicherheitsbeamten in einer Woche, besonders nordafrikanische Häftlinge würden häufig zu Gewalt neigen. Das Justizministerium kündigte daraufhin unter anderem sieben zusätzliche Planstellen noch im Laufe dieses Jahres an.

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