Do, 14. Dezember 2017

Tierheime voll

05.09.2016 09:23

Streunerhunde als unüberlegte Urlaubsmitbringsel

Ein armer, verfilzter Hund auf der Müllkippe hinter dem Urlaubs-Apartment in Kroatien - solche Anblicke verleiten so manche Tierfreunde dazu, einen "Streuner" mit nach Hause zu nehmen. Nicht selten enden die eigenmächtigen Rettungsaktionen mit Problemen und der (Zwangs-)Abgabe des Vierbeiners im Tierheim.

"Etwa die Hälfte unserer Hunde sind ursprünglich aus dem Ausland, oft sind es klassische Urlaubsmitbringsel", zeigt Verena Volgger vom Tierheim Innsbruck-Mentlberg auf. Oft wurden bei der Einfuhr die nötigen Bestimmungen verletzt. Dann erfolgt nach Anzeigen oder Meldungen die Abnahme solcher Tiere. Teils sind es auch die überforderten Besitzer selbst, die den Hund nicht behalten wollen.

Oft fehlen wichtige Dokumente und Impfungen
Davon kann auch Innsbrucks Amtstierärztin Martina Reitmayr ein Lied singen. Sie warnt auch vor gesundheitlichen Folgen: "Ohne Dokumente und Impfungen stellen solche Tiere eine Gefahr für den heimischen Tierbestand dar. Man muss auch damit rechnen, dass eine mehrmonatige Quarantäne verhängt wird. Die Isolierung bedeutet für einen Hund natürlich Stress."

Manche wollen retten, andere Geld verdienen
Neben menschlichen "Rettern" ortet die Amtstierärztin auch Menschen, die Hunde billig aus dem Ausland holen, um sie gewinnbringend weiterzuverkaufen. "200 bis 300 Euro pro Tier sind schnell einmal verdient", sagt Reitmayr. Menschen, die Tierleid verhindern wollen, wird die Unterstützung von seriösen Tierschutzorganisationen empfohlen, die vor Ort fläckendeckend Kastrationen durchführen. Nur damit, so die Amtstierärztin, werde das Problem wirksam an der Wurzel gepackt.

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