So, 19. November 2017

Schlacht um Wien

01.09.2016 18:38

Türkenbelagerungs-Ende: FPÖ feiert 333. Jahrestag

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Ankara und Wien liegen derzeit im Argen. Und just in dieser schwierigen Zeit veranstaltet die FPÖ auch noch ein Fest, das für noch mehr böses Blut sorgen könnte. Am 12. September laden die Freiheitlichen nämlich anlässlich des 333. Jahrestages des Endes der Zweiten Türkenbelagerung Wiens ins Palais Ferstel.

Das Fest findet unter dem Motto "Abendland beschützen - damals wie heute" statt. Nach einer Begrüßung durch Vizebürgermeister Johann Gudenus werden unter anderem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und der Historiker Lothar Höbelt Reden halten.

Auf Twitter wird das Fest bereits mit viel Häme kommentiert. So heißt es unter anderem: "Zur Feier des Tages wird sämtlichen Polen, Italienern und Deutschen in Österreich die Staatsbürgerschaft verliehen". Sollte es nicht dazu kommen, dann möge es doch für alle polnischen Staatsbürger Freibier geben, meint ein anderer User.

Was am 12. September 1683 geschah
Am 12. September jährt sich die Niederschlagung der Türkenbelagerung Wiens zum 333. Mal. Im Jahr 1683 schlug ein deutsch-polnisches Heer unter der Führung des polnischen Königs Johann III. Sobieski die osmanische Armee unter Oberbefehlshaber Kara Mustafa. Die Schlacht um Wien war eine der größten Niederlagen des türkischen Reichs.

Putschversuch und diplomatische Verstimmungen
Seit dem niedergeschlagenen Putsch in der Türkei und der anschließenden Säuberungswelle durch die regierende AKP-Partei von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist das Land, das gerade in der Flüchtlingskrise ein wichtiger Partner sein sollte, ins Kreuzfeuer der internationalen Kritik geraten. Die Bundesregierung in Wien gehört zu den schärfsten Befürwortern eines Abbruchs der EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara. Diese Position und diverse gegenseitige Verbalattacken haben in den vergangenen Wochen die bilateralen Beziehungen erheblich beschädigt.

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