So, 17. Dezember 2017

Als "Fürsprecher"

01.09.2016 13:37

Faymann tritt neuen Job als UNO-Beauftragter an

Ex-Bundeskanzler Werner Faymann tritt am Donnerstag seinen Job als Sondergesandter von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon an. Er wird sich dabei speziell dem weltweiten Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit widmen. Faymann wird diese Tätigkeit ehrenamtlich ausführen.

Ban Ki Moon hatte die Bestellung damit gerechtfertigt, dass sie "zu einer Zeit, in der ein hohes Niveau der Jugendarbeitslosigkeit hartnäckig eine weltweite Sorge bleibt", komme. Der UNO-Generalsekretär beklagte, dass Jobs für Jugendliche oft mit schlechten Bedingungen und schlechter Bezahlung verbunden seien.

"Der UNO-Sondergesandte für Jugendbeschäftigung wird ein starker Fürsprecher sein, wenn es darum geht, die Kernherausforderungen der Jugendbeschäftigung anzugehen, indem er diese Herausforderungen stärker hervorstreicht und auf allen Ebenen zu Tätigkeit aufruft", so Ban. "Es ist unerlässlich, dass wir unsere Anstrengungen überall verstärken, um Jugendlichen Möglichkeiten für annehmbare Arbeit zu schaffen."

Bis Mai SPÖ-Parteichef
Der am 4. Mai 1960 geborene Faymann war Anfang der 1980er-Jahre zunächst Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Wien, ab 1988 war er Geschäftsführer der Wiener Mietervereinigung, ab 1994 Wiener Wohnbaustadtrat. 2006 wechselte er als Infrastrukturminister in die Bundesregierung unter Kanzler Alfred Gusenbauer.

Bei den vorgezogenen Nationalratswahlen 2008 trat Gusenbauer nicht mehr an, Faymann übernahm von ihm zunächst den SPÖ-Parteivorsitz und dann das Amt des Regierungschefs. Am heurigen 9. Mai trat Faymann mangels geschlossenen Rückhalts in der eigenen Partei angesichts von Problemen wie der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit oder den Streitigkeiten in der Flüchtlingspolitik zurück. Die österreichische Lehrlingsausbildung galt unter Faymann dagegen als vorbildhaft in der EU.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden