So, 19. November 2017

Attacke in Heim

01.09.2016 10:42

Asylwerber griffen Buben mit Pfanne und Messer an

Ein 16-Jähriger wollte in der Nacht auf Donnerstag gemeinsam mit einem Bekannten einen vergessenen Rucksack aus einer Asylwerberunterkunft in Wien-Ottakring holen. Dort wurden die Burschen jedoch von zwei Männern mit einem Messer bedroht, mit einer Pfanne und einem Schraubenzieher attackiert und schließlich ausgeraubt. Zudem drohten die algerischen Asylwerber den Opfern mit Vergewaltigung.

Der 16-Jährige - ebenfalls ein algerischer Asylwerber - hatte zuvor in derselben Unterkunft gewohnt. Weil er dort einmal Cannabis auf einem Tisch liegen gesehen hatte und nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen wollte, sei er daraufhin ausgezogen, schilderte Polizeisprecher Christoph Pölzl. Dabei vergaß der Bursche allerdings seinen Rucksack, den er am Donnerstag kurz nach Mitternacht in Begleitung eines 15-jährigen Libyers holen wollte.

Als die beiden die Räumlichkeiten in der Klausgasse betraten, wurden sie sofort von den zwei Männern im Alter von 28 und 38 Jahren mit einem Messer bedroht. Die Jugendlichen mussten sämtliche Wertsachen - Bargeld und Handys - abgeben, ehe sie von den beiden Beschuldigten mit einer Pfanne und einem Schraubenzieher attackiert und leicht verletzt wurden. Die Männer zwangen die Burschen, sich auf Sessel zu setzen, drohten sie zu vergewaltigen und wollten sie fesseln. Um eine Schnur zu holen, verließen sie den Raum. Diesen Moment nutzten die Burschen zur Flucht, sagte Pölzl.

Marihuana, gestohlene Handys und Geld gefunden
Auf der Straße hielten die Jugendlichen eine Polizeistreife an. Als die Beamten die Wohnung betraten, warf der 28-Jährige einen Sack Marihuana aus dem Fenster. Ein Suchtgiftspürhund wurde beigezogen, dieser erschnüffelte sofort das weggeworfene Gras. Weitere Drogen wurden nicht gefunden. Allerdings stellten die Polizisten in der Wohnung mehrere gestohlene Handys, Geldbörsen sowie Bargeld sicher. Der 28-Jährige und sein 38-jähriger Komplize wurden festgenommen.

Die attackierten Burschen erlitten Prellungen und Abschürfungen. Gegenüber den Polizisten gaben sie an, grundlos von den Männern angegriffen worden zu sein. Die Einvernahme der Beschuldigten ist noch ausständig.

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