Fr, 20. Oktober 2017

Vuelta a Espana

31.08.2016 18:31

Froome sprintet vor Quintana zum Etappen-Sieg

Der Brite Chris Froome hat nach einem großen Duell mit Nairo Quintana die elfte Etappe der Vuelta gewonnen. Damit rückte der dreifache Gewinner der Tour de France weiter an den Spitzenreiter aus Kolumbien heran. Froome jubelte, als er am Mittwoch nach 168,5 Kilometern den Zielstrich in Pena Cabargo überquerte - und ballte die Faust. Damit revanchierte sich Froome ein wenig für die 25 Sekunden, die er am Montag vor dem ersten Ruhetag gegen Quintana verloren hatte.

Der Brite ist jetzt Zweiter im Gesamtklassement und liegt im Kampf um das Rote Trikot 54 Sekunden hinter Quintana. Froome distanzierte im Ziel Quintana um wenige Meter und heimste noch die Zeitbonifikation von zehn Sekunden ein. Seinem Ziel, das seltene Double aus Tour- und Vuelta-Sieg zu schaffen, kam Froome damit einen Schritt näher.

Langes Warten auf die Schlussoffensive
Auf dem 5,6 Kilometer langen und sehr steilen Schlussanstieg war eine Ausreißergruppe gestellt worden. Mit bis zu 18 Steigungsprozenten ist diese Steigung in der nordspanischen Region Kantabrien durchzogen. Doch es dauerte lange, bis die Cracks in die Offensive gingen. Erst 1,7 Kilometer vor dem Ziel erfolgte die erste Attacke, vorgetragen durch den Kolumbianer Esteban Chaves. Dann gingen jene beiden Fahrer in die Offensive, die sich einmal mehr als die derzeit klar Besten ihres Fachs zeigten und die den Gesamtsieg unter sich ausmachen dürften.

"Mit dieser Steigung verbinden mich Erinnerungen"
800 Meter vor dem Ende griff zunächst Leader Quintana an, worauf nur Froome mitgehen konnte. 200 Meter später beschleunigte der 31-jährige Brite und wurde vom fünf Jahre jüngeren Südamerikaner gekontert. Im Bergsprint um den Etappensieg war Quintana gegen Froome letztlich aber chancenlos. Für seinen ersten Etappensieg in dieser 71. Vuelta hatte sich Froome einen ganz besonderen Ort ausgesucht. "Mit dieser Steigung verbinden mich ganz besondere Erinnerungen", erklärte er nach seinem neuesten Coup.

Im Naturpark von Peaa Cabarga hatte der Brite vor fünf Jahren den ersten seiner inzwischen so zahlreichen großen Erfolge gefeiert. Damals gewann er gegen den Spanier Juan Jose Cobo einen harten Zweikampf um den Etappensieg. Die Rundfahrt beendete er schließlich hinter Cobo als Zweiter, aber der Durchbruch auf internationaler Ebene war damit vollbracht. Riccardo Zoidl erreichte auf der Etappe als 42. die beste Platzierung eines Österreichers. Im Ziel hatte er 3:11 Minuten Rückstand auf Froome. Gregor Mühlberger (143.) und Michael Gogl (166.) waren abgeschlagen.

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