So, 19. November 2017

Testbetrieb läuft an

31.08.2016 15:48

Der Amphibien-Bus legt vom Salzachufer ab

Die Aufregung und Vorfreude ist Erich Berer anzusehen: Seit Jahren ist der umtriebige Unternehmer mit seiner "Amadeus" auf der Salzach unterwegs, führt sieben Tourismus-Betriebe mit gut 100 Mitarbeitern in der Hochsaison. Doch dieses Projekt kostete ihm besonders viel Zeit, Energie und Geld: Der Amphibien-Bus - halb Boot, halb Bus.

Jetzt ist er endlich da. Am Mittwoch fuhr das Spezialgefährt in der Stiegl-Brauerei vor. "Mit Verzögerung", wie Berer zugab. Groß war das Interesse, geisterten bisher nur Skizzen und Pläne durch die Gazetten. Und es gab durchaus einige Kritik.

"Monster-Bus passt nicht zu Salzburg"
Davon ließ sich Berer aber nie irritieren, trieb sein Vorhaben fokussiert voran. Er holte alle Bewilligungen ein und meisterte die technischen Herausforderungen. "Es gibt halt nicht so einen Bus von der Stange", sagte er flapsig, rückblickend auf die vielen Details die es zu lösen galt. Die Salzach als unruhiges Gewässer mit etwa zwei Meter Wassertiefe, dazu das Design des Gefährts, der nötige Platz für die drei Motoren, das Gewicht - der Aufbau wiegt dank Kohlefaser-Leichtbauweise nur 120 Kilogramm - oder die passenden Seitenspiegel. Berer: "Ich wollte ein kleines Fahrzeug, keinen Monster-Bus. Der passt einfach nicht zu Salzburg."

Allein 200.000 Euro steckte Berer in die Sicherheit. "Das war oberste Prämisse!" Seinen Lande-Steg am Hanuschplatz hat er für den Amphibien-Bus adaptiert. Von dort aus will er ab Mitte September täglich bis zu sieben Touren starten. Über die Feuerwehr-Rampe in Salzburg-Mülln setzt Berer mit dem Fahrzeug vom Wasser aufs Land über und umgekehrt. Wie das funktioniert, diese Bewährungsprobe steht Berer noch bevor. Nach Probefahrten auf der Donau stehen nun die ersten Salzach-Tests am Programm. "Die erste Fahrt mach ich mit meinen Kindern", will Berer dazu noch per Wettbewerb nach einem passenden Namen für den Bus suchen…

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