So, 19. November 2017

Lage ruhig

28.08.2016 17:50

Schwaches Aufgebot bei Identitären-Demo in Wien

"Wer Demonstrationen für Erdogan abhalten will, kann dies gerne tun: in der Türkei." Mit diesem Aufruf auf Facebook hat die als rechtsextrem eingestufte Identitären-Bewegung am Sonntagnachmittag in der Wiener City zu einer Demo gegen Erdogan-Unterstützer aufgerufen. Doch nur wenige Anhänger folgten auch dem Ruf: Statt den erwarteten 200 Teilnehmern seien nur rund 70 Menschen vor Ort, sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag.

Ursprünglich hätte die Kundgebung direkt vor der UETD-Zentrale (Union Europäisch-Türkischer Demokraten) am Wiener Lugeck abgehalten werden sollen. Das jedoch wurde nicht genehmigt, da dort laut Polizei die Sicherheit aufgrund des begrenzten Platzes nicht gewährleistet sei. Unter anderem befindet sich an besagtem Ort der Gastgarten eines Lokals. Daher wurde die Demonstration rund 50 Meter weiter in der Sonnenfelsgasse abgehalten.

Doch dort zeigten sich kurz nach 17 Uhr weit weniger Anhänger der Identitären als zunächst angekündigt - nur rund 70 Personen waren vor Ort.

Es gebe rund zehn bis 15 Gegendemonstranten, berichtete die Polizei. Die Lage sei aber ruhig, hieß es. Es wurden keine Zwischenfälle gemeldet.

300 Beamte bei Kurden-Demo im Einsatz
Am vergangenen Samstag hatte es in Wien eine kurdische Kundgebung gegeben. 300 Beamte, darunter auch die Spezialeinheit WEGA, standen im Einsatz, um die Demonstration zu sichern. Diese verlief aber ohne Vorkommnisse.

Die Polizei stand damals in Alarmbereitschaft, da es bei der letzten Demo am 13. August zu dramatischen Szenen im Zuge der Kundgebung gekommen war. Zehn Türken stürmten - wie berichtet - mit "Allahu Akbar"- Gebrüll auf den kurdischen Demo-Zug zu und griffen Teilnehmer an, auch kam es zu Sachbeschädigungen. Unbeteiligte glaubten erst sogar an einen Terroranschlag und rannten um ihr Leben.

Das Video zeigt die panischen Szenen während der Demo 13. August:

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