So, 18. Februar 2018

Horror-Fahrt

27.08.2016 20:40

Lkw-Lenker mit 2,64 Promille auf A9 unterwegs

Mit 2,64 Promille Alkohol im Blut lenkte am Freitag ein Kroate einen Sattelzug auf der Pyhrnautobahn in Richtung Süden. Er fuhr in Schlangenlinien, prallte gegen einen mit 25 Personen besetzten Autobus und demolierte die Leitschiene, ehe er in Traboch gestoppt werden konnte. Seinen Job ist der Fernfahrer nun los.

Um 17.20 Uhr alarmierte ein Fernfahrer die Polizei, dass vor ihm ein Tank-Lkw in Schlangenlinien fuhr. Der Lenker schaffte es irgendwie durch zwei Tunnel, ehe er auf Höhe Kalwang von der "Pyhrn" ab-, danach aber gleich wieder auffuhr.

"Dabei prallte er gegen die rechte Seite eines Busses und versetzte die 25 Insassen in Angst und Schrecken", berichtet ein erhebender Beamter, "nach dem Unfall fuhr er ohne anzuhalten weiter und stieß schließlich in Kammern gegen die rechte Leitschiene".

Erneut setzte der Lenker die Fahrt fort, erst auf Höhe Traboch konnten ihn zwei Streifen stoppen. Der 38-jährige Kroate konnte vorerst nicht befragt werden. Kein Wunder, ergab der Alkotest doch 2,64 Promille!

Ärger über verpatzte Lieferung und fehlende Familie
Am Freitag ärgerte sich der Kroate darüber, dass er eine Ladung Soda nach Bayern brachte, die Lieferung in Moosburg an der Isar aber nicht angenommen wurde. Also fuhr er zurück, und das unter hohem Zeitdruck. Eigentlich hätte er bereits Urlaub, sollte längst mit der Frau und den Kindern im gebuchten Appartement am Meer sein. Aus Frust betrank er sich an der Grenze in Suben. Irgendwann hätte der Alkohol gewirkt, und er wäre während der Fahrt fast bewusstlos geworden . . .

Führerschein und Job ist er nun los. Und die Sicherheitsleistung von 2700 Euro muss er selbst aufbringen.

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