So, 19. November 2017

Trekking mit Tieren

24.08.2016 10:33

Mit den Eseln alten Sagen in Kärnten auf der Spur

"Eva", "Sissi", "Julietta", "Serafina" und "Minka" wissen mit ihrem sanften Blick jeden zu verzaubern. Die grauen Huftiere mit ihren langen Ohren haben es auch dem Feldkirchner Bürgermeister Martin Treffner angetan. Er will die Liebe zu seinen gutmütigen Vierbeinern künftig mit anderen teilen. Und zwar bei Erlebniswanderungen auf die Pollenitz, den Hausberg der Tiebelstädter.

Diese vier Kilometer werden zur Entdeckungsreise für Jung und Alt. "Die Tiere geben das Tempo vor", erzählt Treffner. Die Esel werden von den erfahrenen Hirten Othmar Feichter und Heinz Eichler geführt. "Es ist eine ganz andere Art von Wandern, weil die Tiere für eine ausgeglichene Atmosphäre sorgen. Und sie sind besonders bei Kindern sehr beliebt."

Die jungen Wanderer dürfen auch schon mal aufsteigen oder die Esel selber führen. Die Wanderung führt vom Amthof vorbei am Kalvarienberg bis zum Fuß der Pollenitz. Dort findet man die Reste der "Kurrikala-Schanze", auf der vor Jahrzehnten noch reger Betrieb herrschte.

Besonders interessant wird es beim "Toniloch", um das sich alte Sagen ranken. Hier soll nämlich eine Jungfrau mit Schleier hausen, die auf ihre Erlösung wartet. Die angebliche Königstochter soll einst einen Jüngling zu Stein verwandelt haben, weil er sie abgewiesen hatte. "Es heißt auch, dass es einen Tunnel zur Rottendorfer Kirche gegeben hat, den die verwunschene Prinzessin benutzt haben soll", sagt Stefan Weißenbacher vom Tourismusamt. Die geheimnisvolle "Einsiedlerin" soll beim Kuchlbrunn, wo rechtsdrehendes Wasser aus dem Felsen sprudelt, gesehen worden sein.

Der idyllische Wanderweg wurde mit Hilfe eines 20-köpfigen Teams der FF Glanhofen und des Feldkirchner Kameradschaftsbundes saniert und verschönert. Geländer, Stufen wurden erneuert, Rastplätze mit Bänken und Tischen aus Lärchenholz geschaffen. Oben angelangt, werden die Wanderer mit einem traumhaften Ausblick auf den Ossiacher See belohnt.

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