Sa, 18. November 2017

Gina-Lisa Lohfink:

23.08.2016 08:43

„Verurteilt, weil ich aussehe, wie ich aussehe“

Wochenlang beherrschten Schlagzeilen rund um Gina-Lisa Lohfinks Sex-Prozess die Schlagzeilen, am Montag wurde vom Amtsgericht in Berlin-Tiergarten das Urteil gefällt: Das Model wurde wegen falscher Verdächtigung zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Im Interview mit RTL erzählte die 29-Jährige jetzt, wie sie ihre Niederlage aufnimmt und wie es weitergehen soll.

"Irgendwie hatte ich das Gefühl schon vorher, dass ich verurteilt werde", erklärte Gina-Lisa Lohfink nach der Urteilsverkündung. Warum das Gericht gegen sie entschieden habe, wisse sie aber auch, so die 29-Jährige weiter: "Wäre es wenigstens Aussage gegen Aussage gewesen, aber ich wurde verurteilt, weil ich aussehe, wie ich aussehe."

Lohfink will 20.000 Euro nicht zahlen
Der Sex-Prozess rund um die ehemalige "Germany's next Topmodel"-Kandidaten hat hohe Wellen geschlagen. Gina-Lisa hatte zwei Männer beschuldigt, ihr im Sommer 2012 K.-o.-Tropfen verabreicht und sie vergewaltigt zu haben. Dafür sah das Gericht jetzt aber keine Anhaltspunkte. "Frau Lohfink ist nicht Opfer einer Sexualstraftat geworden. Sie hat gelogen und Ermittler bewusst in die Irre geführt", erklärte Staatsanwältin Corinna Gögge am Montag. Der Sex sei einvernehmlich gewesen. Das Gericht entschied deshalb auf 80 Tagessätze je 250 Euro als Strafe.

Die Strafe von 20.000 Euro will Lohfink allerdings nicht zahlen, wie sie erneut feststellte: "Ich weiß, dass die Konsequenz Gefängnis ist, aber das ist mir in dem Moment egal. Auch wenn sich die beiden darüber freuen, es macht mir nichts aus."

"Nicht hier, um berühmt zu werden!"
Noch vor der Urteilsverkündung im Gericht stellte Lohfink klar: "Ich bin garantiert nicht hier, um berühmt zu werden. Das war ich ja schon. Wenn ich Presse haben will, dann gute! Was die zwei Männer mit mir gemacht haben, werde ich immer in mir tragen. Diese Wunden habe ich mein Leben lang." Noch während der Urteilsverkündung verließ die 29-Jährige fluchtartig den Gerichtssaal und erklärte: "Das muss ich mir nicht antun!" Doch Gina-Lisa Lohfink will weiterkämpfen. Wie sie im "Sat.1-Frühstücksfernsehen" bestätigte, wird sie gegen das Urteil in Berufung gehen.

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