Sa, 21. Oktober 2017

"Ein Versehen"

23.08.2016 08:26

Schussattacke auf Nachbarkatze „Ernst“ vor Gericht

Kater "Ernst" aus Hallwang in Salzburg hatte Glück - und zwar gleich doppelt. Zweimal wurde er bereits mit einem Luftdruckgewehr angeschossen und verletzt, überlebte aber. Im Visier der Justiz: ein pensionierter Arzt, der laut Anklage im Dezember 2015 und im Juni 2016 auf seinen Nachbarkater gezielt haben soll.

"Ich schieße nicht auf Tiere. Ich habe Tiere immer respektiert!", mit diesen Worten bekennt sich der Angeklagte vor dem Landesgericht Salzburg nicht schuldig. Die Tat im Dezember 2015 sei ihm gänzlich unbekannt, obwohl der 26-jährige Nachbar eine Blutspur von der Garage des Angeklagten bis zu seiner Haustüre entdeckte.

Kater angeblich versehentlich angeschossen
Die zweite Attacke auf Kater "Ernst" im Juni war ein Versehen. Der Pensionist will nur auf Blätter eines Nussbaumes gezielt haben, weil er "das Gewehr nach Jahren wieder einmal ausprobiert hat". Er habe weder eine Katze gesehen, noch habe er bemerkt, dass er überhaupt etwas erwischte.

Eigenes Geständnis widerrufen
Blöd nur, dass der Angeklagte zu dieser Tat ein Geständnis bei der Polizei abgelegt hatte, welches er aber vor Gericht dementiert. Die Polizei habe ihn aus dem Mittagsschlaf gerissen, er sei krank gewesen, musste Medikamente schlucken: "Ich weiß nicht mehr, was ich da gesagt habe."

Gutachten soll nun Gewissheit bringen
Gewissheit soll ein Gutachten bringen, welches zeigen soll, ob die Kugeln mit dem Gewehr übereinstimmen. Schwierig - denn die Kugeln stecken verkapselt im Katzenkörper. Vertagt.

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