Fr, 22. September 2017

In der Steiermark

22.08.2016 08:36

Gudrun Zottler und „Dr. Pferd“ als Therapeuten

"Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde", besagt ein beliebter Spruch. Man muss aber gar nicht oben sitzen, um fröhlich zu sein, auch die Bodenarbeit mit den sanften Tieren trägt zur Entspannung bei. Die drei Pferde von Gudrun Zottler in Rinnegg in St. Radegund sind nicht nur für sie treue Begleiter. Sie werden zur Therapie eingesetzt und sollen Menschen, die Fürchterliches erlebt haben, wieder neuen Lebensmut einflößen.

Ihre Klienten kommen aus ganz Österreich, manche verbringen ihren Urlaub in der Nähe, um Therapiestunden zu nehmen. Wir haben eine Weile mit der gelernten Sonderschullehrerin und Sprachheilpädagogin und ihrem erfahrendsten Huftier, der 27 Jahre alten "Mercedes", verbracht. "Ein Pferd in der Traumatherapie muss gelassen sein. Es darf ihm nichts ausmachen, wenn die Blaskapelle spielt oder ein Rollstuhl dasteht", sagt Zottler, "aber das Tier muss auch weggehen dürfen von mir."

Pferde spiegeln menschliche Gefühle wider
Zuerst muss der Patient versuchen, den Kontakt mit dem Pferd aufzunehmen. Es spiegelt die Gefühle des Menschen wider, vermittelt Emotionen. Kontakt, Vertrauen und Respekt sind die Schlüsselworte in dieser Form der Therapie. Auf sanfte Art und Weise versuchen wir dem Pferd zu erklären, was wir wollen, aber auch, was es nicht soll. Nach einer Weile hat Mercedes tatsächlich Vertrauen aufgebaut und folgt ohne Hilfe. Sie versucht aber auch, ihre Grenzen auszuloten. Sanft gilt es, sie in die Schranken zu weisen. Ein herrliches Gefühl, dieses Miteinander!

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