So, 25. Februar 2018

Deutsche Vorfahren

21.08.2016 15:04

Der Riese ist kein Kind von Traurigkeit

KAC-Verteidiger David Fischer blieb in seiner ganzen Karriere bisher ohne negative Plus/Minus-Bilanz, will das auch beim KAC beinbehalten. Dem Erstrunden-Draft blieb der Sprung in die NHL leider verwehrt - die Eisschuhe schnürt er bereits seit seinem zweiten Lebensjahr.

Mit dem Namen David Fischer könnte man als echter Kärntner durchgehen. Der Nachname kommt aber vom Urgroßvater, der vor Jahrzehnten aus Deutschland in die USA ausgewandert ist. Eishockeytechnisch ein Segen für David. „Mein Dad hat mich mit zwei Jahren erstmals in die Eisschuhe gesteckt – das klingt ein bisschen verrückt, aber in Minnesota ist Hockey einfach der Sport Nummer eins.“ Dabei hat Fischer durchaus auch andere Sportarten probiert – bis zum 18. Lebensjahr war er Catcher beim Baseball. Heute spielt er im Sommer einmal pro Woche daheim in einer Basketball-Hobbyliga. Priorität hatte aber immer der Puck.

Eine richtige Entscheidung, immerhin wurde der heute 28-Jährige 2006 an Position 20 im NHL-Draft von den Montreal Canadiens ausgewählt. „Ein unglaubliches Gefühl, leider hat es nie mit dem Sprung in die NHL geklappt. Im College war ich mental nicht stark genug, zudem gab’s bei Montreal ein neues Führungsteam. Ich bin aber nicht sauer, habe in der Zeit viel gelernt.“

Deutsch-Kurs mit Kapstad
Nach vier Jahren an der Uni in Minnesota – mit Abschluss in Business und Marketing – ging es über die East Coast League nach Heilbronn in die DEL 2. Ein Jahr später klopfte der deutsche Erstliga-Klub Krefeld an, wo David zuletzt drei Jahre war. „Eine tolle Station, aber es wurde Zeit für etwas Neues“, meint der 1,93 m große und kräftige Verteidiger, der seine Stärken in Offensive und Defensive hat. „Ich hasse Gegentore extrem, daher agiere ich im eigenen Drittel oft recht hart. Ich will auch immer spielen, würde am liebsten 60 Minuten am Eis stehen.“ Bis dato hatte der gute Skater noch nie eine negative Plus/Minus-Bilanz: „Das soll auch so bleiben.“

Privat ist der Spaßvogel fast immer beschäftigt. Der Single-Mann kocht gerne, liest oder lernt mit Kevin Kapstad und dessen Frau Deutsch. „Damit ich in der Kabine künftig besser mitreden kann. Ich mag es nicht, rumzusitzen und gar nichts zu tun.“

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