So, 25. Februar 2018

Angespielt

19.08.2016 09:11

"The Climb": Schwindelerregende VR-Klettertour

"Vorsicht, jetzt bloß nicht herunterschauen", denke ich mir. Denn auch virtuelle Höhen können realen Schwindel verursachen, wie mir Cryteks Virtual-Reality-Kletter-Game "The Climb" bewusst macht. Meinen Spaß hatte ich bei den eher ungelenken Kraxel-Versuchen aber trotzdem.

Rechts über links oder doch besser umgekehrt? "The Climb" bringt mich recht schnell ins Grübeln. Schließlich muss ich mit meinen beiden Händen die optimale Route durch die Felswand finden. Und zu lange nur an einer Hand zu hängen, endet nach wenigen Sekunden mit dem sicheren Sturz in den virtuellen Tod. Also halte ich nach der nächsten Griffmöglichkeit Ausschau, strecke mich, greife zu und ziehe mich nach oben. Glücklicherweise eben nur im Spiel und ohne zusätzlichen Bein-Einsatz, was das Ganze doch erheblich erleichtert.

Schweißtreibend ist das virtuelle Klettern trotzdem. Nicht nur wegen der ständigen Streckübungen mit den beiden Armen und weil es unter der Oculus Rift bereits warm wird, sondern vor allem, weil das Spiel ein tatsächliches Gefühl von Höhe vermittelt. In meinem Fall geht es senkrecht nach unten, was nicht sonderlich beruhigend ist. Muße, sich an den Schönheiten der Landschaft zu erfreuen - zur Auswahl stehen unterschiedlich schwere Kletterrouten in einer asiatischen Bucht, einem staubigen Canyon oder den schneebedeckten Alpen -, bleibt da kaum.

Erschwerend hinzukommt, dass ich meinen Kopf dafür um 180 Grad nach hinten drehen müsste. So starre ich jedoch die meiste Zeit über auf die Felswand unmittelbar vor mir. Das und die ständigen Kopfbewegungen erzeugen bei mir erstmals ein ganz reales Unwohlsein. Das ist sie also, die sogenannte Motion Sickness, die viele Virtual-Reality-Probanden befällt.

Nach 20 Minuten ist die Klettertour aber glücklicherweise vorbei. Ich hatte meinen Spaß, sehr sogar, und verlor diesen dank fair gesetzter Checkpoints auch nach wiederholten Abstürzen an ein und derselben Stelle nicht. So recht vorstellen, das Ganze länger als eine halbe Stunde zu betreiben, kann ich mir jedoch nicht. Wer herausfinden möchte, ob er/sie für "The Climb" geeignet ist: Der Titel ist bereits erhältlich.

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