Sa, 16. Dezember 2017

Nach PKK-Anschlägen

18.08.2016 19:36

Erdogan nennt Gülens Anhänger "Terroristen"

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft dem Prediger Fethullah Gülen vor, auch hinter den jüngsten, der PKK zugeschriebenen Anschlägen zu stecken. Die Türkei werde von mehreren terroristischen Gruppen angegriffen, die zusammenarbeiteten, sagte das Staatsoberhaupt in einer im Fernsehen übertragenen Rede am Donnerstag. Anhänger Gülens seien Komplizen bei den Attacken der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans.

Die Regierung hält den in den USA lebenden Prediger auch für den Drahtzieher des Militärputsches am 15. Juli. Es gebe keinen Unterschied zwischen der Extremistenmiliz Islamischer Staat, den Gülen-Anhängern und der PKK, so Erdogan. Die "terroristische Gülen-Gruppe" habe die PKK mit Informationen und geheimdienstlichen Erkenntnissen versorgt.

Bei der Fahndung nach mutmaßlichen Unterstützern Gülens hatte die türkische Polizei am Donnerstag erneut mehrere Unternehmen durchsucht. Bei der Razzia in Istanbul und in mehreren anderen Provinzen sollten 187 Haftbefehle vollstreckt werden, wie der TV-Sender CNN Türk am Donnerstag berichtete. Etwa 1000 Beamte waren demnach an dem Einsatz beteiligt.

Kaum Gemeinsamkeiten zwischen Gülen und PKK
Zwischen der Gülen-Bewegung und der PKK gibt es allerdings kaum ideologische Gemeinsamkeiten. Während die Anhänger Gülens religiös geprägten Vorstellungen folgen, geht es der PKK um die Autonomie des kurdischen Südostens der Türkei.

Bei dem jüngsten Anschlag auf eine Polizeiwache in Elazig im Südosten des Landes wurden laut amtlichen Angaben drei Menschen durch eine Autobombe getötet und bis zu 217 verletzt. Bei der Explosion eines Sprengsatzes in der Provinz Bitlis starben laut Angaben aus Sicherheitskreisen vier Soldaten. Zu den Angriffen hat sich niemand bekannt. Zuvor waren in der Nacht auf Donnerstag bereits bei einem Anschlag auf die Polizeizentrale in der Stadt Van im Osten des Landes drei Menschen getötet worden.

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