Sa, 16. Dezember 2017

Vor allem die Jugend

18.08.2016 11:13

Studie: Wegen Dating-Apps haben wir weniger Sex

Dating-Apps wie Tinder haben die Art, wie die Menschheit flirtet und Beziehungen eingeht, verändert. Doch wer glaubt, Apps machen die Jugend zur Generation partnertauschender Sexbolzen, irrt. Eine Studie aus den USA legt nahe, dass das Gegenteil der Fall ist und junge Menschen, die mit neuen Technologien aufgewachsen sind, sexuell weniger aktiv sind als ihre Eltern.

Für die Studie haben Forscher das in zwei groß angelegten Sozialstudien aus den Jahren 2015 und 2016 erhobene Sexleben der US-Amerikaner untersucht, berichtet das IT-Portal "The Next Web". Das Ergebnis: Die "Generation Tinder" - also junge Menschen, die in den Achtzigern und Neunzigern geboren sind - hat im Schnitt tatsächlich weniger Sexualpartner als die zwei Generationen davor.

Sexuelle Erfahrungen gibt's heute oft erst später
Kinder der Neunziger sind der Studie zufolge zudem doppelt so oft sexuelle Spätzünder als frühere Generationen. Der Trend zeigt, dass 15 Prozent der 20- bis 24-jährigen US-Amerikaner noch keine sexuellen Erfahrungen gesammelt haben. In den Neunzigern waren es noch neun Prozent.

Als Erklärung für das sexarme Leben der jungen Generation führen Experten ausgerechnet neue Technologien an. Dating-Apps beispielsweise könnten durchaus einen negativen Effekt haben, glaubt die Forscherin Jean Twenge. Sie sagt im Gespräch mit der "Washington Post": "Es läuft darauf hinaus, dass der äußeren Erscheinung sehr viel Bedeutung zugeschrieben wird, was jedoch einen großen Teil der Bevölkerung ausschließt."

Apps machen es Durchschnitts-Typen schwerer
Für viele Menschen durchschnittlicher Attraktivität seien die Ehe und stabile Beziehungen der Ort für Sex. Die Oberflächlichkeit von Dating-Apps begünstige solche dauerhaften Bindungen allerdings nicht gerade, wodurch manche Menschen auf Partnersuche auf der Strecke bleiben und die Suche nach einem Partner oder einer Partnerin womöglich überhaupt aufgeben.

Ein anderer Experte, der Mediziner Norman Spack, hat einen weiteren Grund für das überschaubare Sexleben der jungen Generation. "Die Menschen verbringen nicht mehr genug Zeit in Zweisamkeit." Allzu oft gebe es heute abseits des Partners eine weitere süße Versuchung im Raum: Smartphones und alle möglichen anderen elektronischen Geräte, die für Ablenkung sorgen.

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