Mo, 19. Februar 2018

7648 Fälle

17.08.2016 17:23

Arbeitslosengeld wird immer öfter gestrichen!

Nach der Wirtschaftskrise 2009 beginnt sich der Kärntner Arbeitsmarkt nur langsam zu erholen. Mit ein Grund, warum das AMS schwer vorankommt, sind die Arbeitssuchenden selbst. Denn viele weigern sich, eine Stelle anzunehmen. Alleine im Vorjahr musste das Arbeitslosengeld mehr als 7600 Mal gestrichen werden.

Im Vorjahr hat das AMS einen nie da gewesenen Rekord bei den Sanktionen verzeichnet. "Wir hatten 7648 Fälle", informiert der Kärntner AMS-Geschäftsführer Franz Zewell. Eine Zahl, die heuer wieder übertroffen wird, denn von Jänner bis Juli wurden bereits 4346 Sanktionen gesetzt. Die häufigsten Ursachen 2015 im Überblick:

  • 4730 Mal blieben AMS-Teilnehmer ohne Entschuldigung bei Terminen fern: Daher wurden die Taggelder vorläufig ausgesetzt.
  • 2487 Mal musste ein Dienstverhältnis aus eigenem Verschulden aufgelöst werden: Das zog eine 28-tägige Geldsperre nach sich.
  • 431 Mal kam es zur "Arbeitsunwilligkeit": Wird eine Stelle nicht angenommen, auch wenn sie punkto Bezahlung und Entfernung zumutbar wäre, wird das Geld für einige Zeit ausgesetzt. Ab dem dritten Mal wird es komplett gestrichen.
  • 415 Mal wurde eine Arbeitsverweigerung festgestellt, da sich Arbeitssuchende  offensichtlich nicht bei einer Firma einbringen wollten (Zewell: "Sie haben sich nur den Stempel abgeholt"). Das zog eine Geldsperre für mehrere Wochen nach sich.

Für Zewell ist der Anstieg bei den Sanktionen nicht nachvollziehbar. "Denn wir bieten mehr offene Stellen und mehr Chancen denn je."Dennoch sei es oft schwer, Personen zu vermitteln. "Manche wollen leider nur in dem Beruf bleiben, den sie erlernt haben. Das ist aber nicht immer möglich."

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