Fr, 23. Februar 2018

Norwegen dementiert

16.08.2016 18:05

Doch kein Zulassungsstopp für Benziner und Diesel

Was ist denn nun wirklich geplant in Norwegen? Im März hatte die Meldung die Runde gemacht, die Skandinavier wollen ab dem Jahr 2025 keine Autos mit Verbrennungsmotor zulassen, heute flammte genau dasselbe wieder auf - und jetzt ist plötzlich alles nicht wahr. Denn: Norwegen weist die Berichte zurück. "Norwegen hat nicht vor, den Verkauf von Benzin- und Dieselautos ab 2025 zu verbieten", sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums.

Die Regierung wolle vielmehr zum Kauf von umweltfreundlichen Fahrzeugen ermutigen und setze daher lieber auf Zuckerbrot als auf Peitsche. Die rasche Entwicklung neuer Technologien und Treibstoffe sorge ohnehin dafür, dass Autos mit Verbrennungsmotoren langfristig ersetzt würden. Ein Zulassungsstopp sei dazu nicht nötig.

Norwegen hat sich zum Ziel gesetzt, den Ausstoß von Neuwagen an klimaschädlichem Kohlendioxid 2020 im Schnitt auf 85 Gramm je Kilometer zu begrenzen. Bis zum Jahr 2050 streben die Nordeuropäer an, eine Gesellschaft mit besonders niedrigem CO2-Ausstoß zu werden.

Norwegen ist schon jetzt Vorreiter bei alternativen Antrieben. Das Land, das neben Großbritannien zu den größten Erdölförderländern in Westeuropa zählt, subventioniert den Kauf von Elektroautos massiv. In Norwegen sind deshalb schon deutlich mehr batteriebetriebene Wagen unterwegs als im Autoland Deutschland. Die norwegische Regierung will dem Parlament im nächsten Frühjahr einen Nationalen Transportplan für den Zeitraum 2018 bis 2029 präsentieren, in dem der Schritte zur Senkung des CO2-Ausstoßes und zum Umbau des Verkehrssystems festgeschrieben werden sollen.

Lob und Tadel für vermeintliches Verbrennerverbot
Der in Fachkreisen umstrittene Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hatte die vermeintlichen Pläne bereits als vorbildhaft für Österreich und die EU bezeichnet, während die deutsche Automobilindustrie gegen die angeblichen Ziele zum Aus für Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen schon Sturm gelaufen war.

Im österreichischen Umweltministerium hält man nichts von radikalen Vorstößen mit Verboten. "In Europa und weltweit steht die E-Mobilität knapp vor dem Durchbruch - es werden mehr Autos angeboten und auch die Infrastruktur wird besser. Wir schauen uns jetzt mit Importeuren die Faktoren an, die zum Durchbruch verhelfen bzw. diesen Durchbruch beschleunigen", heißt es aus dem BMLFUW.

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