Fr, 20. Oktober 2017

iRobot packt aus:

16.08.2016 11:29

Saugroboter haben massive Probleme mit Tierkot

Was entsteht, wenn des Menschen bester Freund in Abwesenheit des Herrchens die Notdurft am Boden erledigt und der Saugroboter auf die Hinterlassenschaften trifft? Laut Betroffenen eine ziemliche Schweinerei: Der Roboter verteilt den Tierkot in der ganzen Wohnung, versaut Räder und Ansaugbereich. Und das passiert nicht nur vereinzelt, sondern ist eine wahre Geißel für Saugroboter-Besitzer mit Tieren, weiß der Hersteller iRobot.

"Um ehrlich zu sein: Wir sehen das ziemlich häufig", sagt ein Sprecher des Saugroboter-Spezialisten gegenüber der britischen Zeitung "The Guardian". Man rate betroffenen Kunden deshalb, davon Abstand zu nehmen, den Saugroboter zu programmieren, wenn Tiere ihn bei seiner Arbeit sabotieren könnten. "Mit Tieren kann alles Mögliche passieren", warnt iRobot.

Welpe hatte Unfall, Roboter verteilte ihn
Für Jesse Newton kommt diese Warnung zu spät. Er hatte der Zeitung zufolge den Saugroboter in seinem Haus im US-Bundesstaat Arkansas so programmiert, dass er täglich um halb zwei Morgens den Wohnbereich saugt, damit dieser beim Frühstück in frischem Glanz erstrahlt.

Doch Newton hatte seine Rechnung ohne das jüngste Familienmitglied gemacht: Welpe Evie. Der Vierbeiner hatte nachts einen Unfall, der Roboter verteilte diesen im ganzen Haus. Auf Bilder verzichtet Newton dankenswerterweise, er hat jedoch eine Skizze des Zwischenfalls angefertigt:

Katzenbesitzerin: "Es ist schrecklich!"
So wie Newton geht es vielen Saugroboter-Besitzern. Eine Informantin, die anonym bleiben will, gesteht im Gespräch mit der Zeitung: Ihre vier Katzen haben in den vergangenen zwei Jahren ungefähr zehnmal für solche Probleme gesorgt.

"Es ist schrecklich. Der Kot bleibt in den winzigen Spalten bei den Rädern kleben, wird hineingesaugt - in die ganzen Bürsten", sagt die Betroffene. Und das sei nur die Dreingabe zu dem Kot, den der Roboter im ganzen Haus verteile.

iRobot-Ingenieure arbeiten an Anti-Kot-System
Beim Saugroboter-Hersteller iRobot will man solche Probleme künftig verhindern. "Unsere Ingenieure versuchen immer, Wege zu finden, um den Menschen mit ihren Problemen zu helfen. Und wir wissen, das ist ein Problem, mit dem die Leute kämpfen", heißt es vom iRobo-Sprecher.

Denkbar sei beispielsweise, einen speziellen Sensor für Tierkot zu entwickeln - oder ein Bilderkennungssystem, das Hundstrümmerl und andere Hinterlassenschaften erkennt und umgeht. Bis die Technologie fertig ist, wird es aber wohl noch etwas dauern. "Ich kann leider nicht sagen, dass wir schon eine Lösung hätten. Aber es ist sicherlich etwas, dessen sich unsere Ingenieure bewusst sind."

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