Sa, 18. November 2017

Pfiffe in Rio

16.08.2016 15:50

Lavillenie entschuldigt sich für Nazi-Vergleich

Stabhochsprung-Verlierer Renaud Lavillenie bereut seine Kritik am brasilianischen Publikum mit dem unpassenden Vergleich mit Jesse Owens. "Ich entschuldige mich für den unpassenden Vergleich, was die Stimmung anbelangt, in dem hitzigen Moment habe ich die Tragweite der Aussage nicht bedacht", schrieb der Franzose am Dienstag auf seiner Facebook-Seite.

Lavillenie, der am Montag bei den Olympische Spielen in Rio sensationell nur Silber hinter Lokalmatador Thiago Braz da Silva holte, hatte sich enttäuscht vom Publikum gezeigt, das gegen ihn gepfiffen hatte. "Das war kein Fair Play", sagte der Silbermedaillengewinner. "Man sieht das beim Fußball. Es ist das erste Mal, dass man das bei der Leichtathletik gesehen hat."

Für Olympische Spiele sei das kein gutes Image. "Ich habe den Brasilianern nichts getan. 1936 war die Menge gegen Jesse Owens. Seitdem haben wir so etwas nicht gesehen. Wir müssen damit zurechtkommen", zog der Franzose einen Vergleich. Owens hatte als schwarzer Athlet bei den Sommerspielen 1936 in Berlin vier Goldmedaillen gewonnen. In Nazi-Deutschland wurde dies nicht gern gesehen.

Lavillenie blieb aber bei seiner Kritik am Publikum: "Trotzdem akzeptiere ich nicht die Pfiffe und die Buhrufe des Publikums auf der olympischen Sprunganlage. Ich denke, das ist verständlich!"

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