Mi, 23. Mai 2018

Doping-Kronzeugin:

16.08.2016 11:49

"Wenn uns etwas passiert, dann war es kein Unfall"

Nach dem Hacker-Angriff auf die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat die russische Doping-Informantin Julia Stepanowa Angst um ihr Leben. "Wenn uns etwas passiert, dann müssen Sie wissen, dass es kein Unfall war", sagte sie am Montag in einer Videokonferenz mit Journalisten.

Die WADA hatte am Samstag von dem Hacker-Angriff auf Stepanowas Account berichtet. Die Sportlerin, die sich zusammen mit ihrem Ehemann in den USA versteckt hält, hatte darauf ihren Aufenthaltsort verlegt.

Sie und ihr Mann würden alles unternehmen, um in Sicherheit zu bleiben. Auch auf einen Besuch der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hatte Stepanowa logischerweise verzichtet. "Denn wenn uns jemand wirklich etwas antun wollte, würden sie damit wahrscheinlich Erfolg haben."

Konto gehackt
Stepanowa und ihr Mann Witali halten sich nach den Enthüllungen über systematisches Doping in der russischen Leichtathletik an einem unbekannten Ort auf. Nach Angaben der WADA hatte der Hacker-Angriff dem Konto Stepanowas im Athletensystem ADAMS gegolten. Jemand hatte sich illegal das Passwort zu Stepanowas Konto verschafft.

Mit einem ADAMS-Zugang können Hinweise auf den Aufenthaltsort abgerufen werden, da die Athleten ihre Kontaktdaten in das System eingeben, damit sie für Dopingkontrollen erreichbar sind. "Der einzige Grund, so etwas zu tun, ist, um deinen Aufenthaltsort heraus zu finden", ist Stepanowa überzeugt. "Deshalb fanden wir es als besser, woanders hin zu gehen."

Die Aussagen der 800-Meter-Läuferin hatten maßgeblich dazu beigetragen, dass WADA-Ermittler Beweise für die Doping-Praktiken zusammentragen konnten. Auf Grundlage dieses Berichts waren die russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen in Rio ausgeschlossen worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Kriminal-Statistik
Krawall-Klub Rapid: Anzeigen haben sich verdoppelt
Fußball National
Vincenzo Iaquinta
Mafia-Klage! Weltmeister soll sechs Jahre bekommen
Fußball International
„Uns fehlen die Worte“
RB-Boykott: Dortmund-Spende für Austria Salzburg
Fußball International
Finanzverstöße
Milan droht Ausschluss aus der Europa League
Fußball International
Mit Spannung erwartet
Serena Williams: Comeback bei French Open
Tennis
Dreijahresvertrag
Bundesliga-Transfer: Innsbruck holt Japaner Zaizen
Fußball National
Ex-PSG-Coach
Wenger-Nachfolger fix: Emery neuer Arsenal-Trainer
Fußball International
Wilde Spekulationen
Neymar-Wechsel zu Real? Jetzt äußert sich Ronaldo
Fußball International

Für den Newsletter anmelden