Di, 24. Oktober 2017

Verletzter an Bord

16.08.2016 09:35

Rettungshubschrauber fast mit Drohne kollidiert

Dramatischer Zwischenfall hoch über dem Kärntner Kötschach-Mauthen: Im letzten Moment entdeckte Rettungspilot Alexander Rassi, der am Montag mit dem Rettungshubschrauber "C7", seiner Crew und einem Schwerstverletzten unterwegs war, eine Flugdrohne. Nur knapp entging man einer Kollision, die katastrophal enden hätte können.

Der in Nikolsdorf bei Lienz stationierte "C7" war ins Lesachtal gerufen worden. In Maria Luggau war ein 50-jähriger Urlauber von einem ausparkenden Auto angefahren und schwer verletzt worden. Der Patient war im kritischen Zustand und musste ins Klinikum Klagenfurt geflogen werden. Der direkte Flugweg führte den Rettungshubschrauber über Kötschach-Mauthen.

"Ausweichen wäre wohl nicht möglich gewesen"
"Wir waren gerade auf 5000 Fuß Höhe (1600 Meter, Anm.) und mit 250 Stundenkilometer unterwegs, als ich plötzlich etwas wahrgenommen habe", erzählt Pilot Rassi: "Es war eine Drohne, die im Abstand von etwa zwei Metern von rechts nach links unter dem Hubschrauber durchgepfiffen ist. Das alles hat sich im Bruchteil einer Sekunde abgespielt. Ich habe den Stick verrissen, aber ein Ausweichen wäre wohl nicht möglich gewesen."

Rassi: "Da wir einen Patienten im kritischen Zustand an Bord hatten, konnte ich nicht nachsehen, was es war, und habe über Funk die Polizei informiert." Eine Kollision hätte fatale Folgen haben können - bis hin zum Absturz des Hubschraubers.

Die Polizei ersucht um Hinweise auf den "Drohnenpiloten". Unter der Telefonnummer 059/133-2212 erreichen Sie die zuständige Dienststelle.

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