Mo, 21. Mai 2018

Spekatkulärer Fall

15.08.2016 14:35

An Land stürzte Linzer Brücke doch ein

"Kaum ist sie an Land, stürzt sie doch noch ein", unkten Schaulustige. Samstagvormittag um circa 10.45 Uhr krachte es, und ein kleines Erdbeben erschütterte die Wohnblöcke am Urfahraner Donauufer. Kein Wunder, wenn 710 Tonnen Eisenfachwerk ins Rutschen kommen und aus sechs Metern auf den Boden krachen. Zwölf Arbeiter konnten flüchten, einige Geräte sind zerquetscht.

Wegen Einsturzgefahr war die Linzer Eisenbahnbrücke heuer im Februar gesperrt worden, doch erst an Land stürzte sie doch noch ein  - auch wenn das rostige Tragwerk selbst nicht die Ursache war, sondern ein nachgebendes Fundament eines der sechs Stapelpfeiler, auf denen die Brücke in  sechs Metern Höhe noch aufgebockt war. Das Kippen ging anfangs so langsam, dass die 12 mit Hebebühnen und Greifern  werkenden  Arbeiter gerade noch rechtzeitig flüchten konnten. Niemand wurde verletzt, aber einige Geräte liegen, erschreckend  anzusehen, ganz oder halb zerquetscht unter der 116 Jahre alten Fachwerkkonstruktion aus Eisen.


Stadtchef Klaus Luger war am Weg zu einer Hochzeit, als er in Radio Oberösterreich kurz nach dem Vorfall eine "überaus dramatische" Nachricht über den Brückenabsturz hörte, drei Minuten später rief ihn schon Linz-AG-Generaldirektor Erich Haider, der oberste Bauherr des Brückenabrisses, an. Beide waren noch vor der üblichen, samstägigen Zwölf-Uhr-Sirenenprobe vor Ort.

Kein Personenschaden
"Ich bin froh, dass es keinen Personenschaden gegeben hat, und der Sachschaden ist eh versichert", meinte Haider an der Absturzstelle zur "OÖ-Krone". Da war ihm schon fast wieder zum Scherzen zumute: "Die Brücke sollte eh auf den Boden, das ist nun halt schneller gegangen als erwartet." Die Verformungen an der Fachwerkkonstruktion? Egal, das Tragwerk wird ja ohnehin verschrottet.
Stadtchef Klaus Luger spricht angesichts der verbogenen, verdrehten und gebrochenen Brückenteile von einem nachträglichen Beweis, wie marode die eiserne Brücke wirklich schon war: "Da haben wir kein politisches Spiel inszeniert!"
Mit dem Ausschwimmen des nächsten Tragwerks soll es wie geplant am Montag losgehen. Wahrscheinlich schon ab Mittag.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Sieg gegen die Schweiz
Schweden erobert WM-Titel im Penaltyschießen
Eishockey
Serie A
Inter holt letztes Champions-League-Ticket
Fußball International
Primera Division
Barcelona besiegt Sociedad bei Iniesta-Abschied
Fußball International
Nachwuchs-Fußball
Niederlande holt U17-EM-Titel im Elfmeterschießen
Fußball International
Innenverteidiger
Maresic verlängert bis 2020 bei Sturm Graz
Fußball National
Spieler der Saison
Valon Berisha versteht Zulj-Wahl nicht
Fußball National
Achter Masters-Triumph
Nadal nach Sieg in Rom wieder Nummer eins
Tennis

Für den Newsletter anmelden