Do, 23. November 2017

Thailand-Bombenserie

14.08.2016 09:42

Ermittler: „Wir wissen, wer dahintersteckt“

Nach der Serie von Bomben- und Brandanschlägen mit vier Toten und mehr als 30 Verletzten im Süden Thailands sind die Ermittler nach eigenen Angaben bei der Aufklärung der Taten entscheidend vorangekommen. "Wir wissen, wer dahintersteckt", sagte der Vize-Sprecher der thailändischen Polizei, Piyapan Pingmuang, am Sonntag. Es habe sich bei den Anschlägen "nicht um Terrorismus" gehandelt.

Im Badeort Hua Hin, der am schwersten von der Anschlagsserie betroffen war, wurden demnach zwei Verdächtige für eine Befragung in Gewahrsam genommen. In der Provinz Nakhon Si Thammarat sei im Zusammenhang mit einem Brandanschlag Haftbefehl gegen einen Verdächtigen ausgestellt worden.

"Wir haben in Thailand keinen Terrorismus"
Der Sprecher bekräftigte die Darstellung der thailändischen Militärjunta, dass es sich bei den Anschlägen nicht um das Werk internationaler Terroristen gehandelt habe. "Ich bestätige nochmals, dass es ein Akt lokaler Sabotage war, nicht Terrorismus", so der Polizeisprecher. "Wir haben in Thailand keinen Terrorismus."

Auch Spekulationen, dass muslimische Rebellen aus dem äußersten Süden Thailands die Anschläge begangen hätten, hatten die Behörden zurückgewiesen. Sollte es sich doch um muslimische Rebellen handeln, wäre dies eine entscheidende Ausweitung ihres Kampfes gegen die Staatsführung des vornehmlich buddhistischen Landes.

Insgesamt elf Sprengsätze explodiert
Am Donnerstag und Freitag waren innerhalb weniger Stunden insgesamt elf Sprengsätze im Badeort Hua Hin, auf der Insel Phuket sowie im äußersten Süden Thailands explodiert, zudem gab es mehrere mutmaßliche Brandanschläge. Vier Thailänder wurden getötet, mehr als 30 weitere Menschen verletzt - unter ihnen eine leicht verletzte Österreicherin.

Für Thailands Militärführung ist die Anschlagsserie ein Rückschlag. Nachdem sie sich 2014 an die Macht geputscht hatte, stellte sie sich als Garant für Stabilität und Sicherheit dar. Wenige Tage vor den Anschlägen hatte die Militärführung in einer Volksabstimmung eine neue Verfassung absegnen lassen, die Kritiker als Versuch einer Zementierung der Militärherrschaft werten.

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