Sa, 16. Dezember 2017

Familiendrama

13.08.2016 16:35

Balkon-Absturz fordert Toten und fünf Verletzte

Dramatisches Unglück im Kärntner Feldkirchen: Bei Renovierungsarbeiten eines Hauses stürzte ein Balkonboden plötzlich ab. Drei Männer, die auf dem Balkon standen, wurden in die Tiefe gerissen. Ein 46-Jähriger, der sich mit zwei weiteren Männern darunter aufhielt, wurde von den herabstürzenden Brocken verschüttet - für ihn kam jede Hilfe zu spät. Die übrigen Männer wurden schwer verletzt.

Zu dem Unfall kam es Samstagmittag im Ortsteil Raunach. Betroffen war "ein älteres Haus, das saniert wird", sagte Bezirkspolizeikommandant Arnold Holzmann. Das Mauerwerk des ersten Stocks war bereits weitgehend abgetragen, vom Balkon ragte nur noch die Bodenplatte aus Beton heraus. Die Verwandten und Nachbarn sollten dabei helfen, den Schutt wegzuräumen. Sie hievten ein Bauschuttrohr auf den Balkon und wollten es dort befestigen. Beim Hochheben des Rohrs waren drei Männer auf dem Balkon. Wegen der abgetragenen Wände fehlte das Gegengewicht, der Balkon brach und klappte nach unten weg.

Die Männer stürzten wegen der Hanglage bis zu acht Meter in die Tiefe. Nachstürzende Mauerteile, bis zu einen Quadratmeter groß, fielen auf sie. "Einer der Männer dürfte durch ein herabstürzendes Mauerteil zu Tode gekommen sein", sagte Holzmann. Die Reanimationsversuche der Einsatzkräfte waren bei dem 46-Jährigen - es handelt sich vermutlich um den Hausbesitzer - erfolglos geblieben. Auch einige der anderen Männer erwischte es schwer, sie erlitten Brüche und Quetschungen.

Die Staatsanwaltschaft ordnete noch am Samstag an, dass ein Bausachverständiger die Ursache des Unglücks untersuchen soll. Weiters war das Arbeitsinspektorat an Ort und Stelle. "Die Verletzten sind alles Männer mittleren Alters, teilweise aus der Verwandtschaft und Nachbarschaft, die zusammengeholfen haben", so Holzmann.

Die Abbruch- und Aufbauarbeiten führte eine Firma durch, der Einsatz am Samstag, als es galt, Schutt wegzuräumen und mit den Abbrucharbeiten im ersten Stock weiterzumachen, wurde nach vorläufigem Ermittlungsstand im Rahmen der Nachbarschaftshilfe durchgeführt. Das Haus, das im Erdgeschoß bis zu dem Unfall noch bewohnt war, musste aus Sicherheitsgründen geräumt werden.

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