Do, 24. Mai 2018

Feucht-warmes Wetter

12.08.2016 15:16

2500 Pilzarten locken viele Sammler in den Wald

"Wenn der Wald dampft, musst in die Schwammerln gehen" - getreu diesem Motto werden am Wochenende wohl viele Sammler in Tirols Wäldern unterwegs sein. Der Niederschlag der vergangenen Tage und die warmen Temperaturen lassen die 2500 Pilzarten nur so aus dem Boden sprießen. Doch auch Vorsicht ist geboten!

"Die Saison ist heuer aufgrund der Wetterbedingungen schon früher losgegangen", sagt Pilzberater Wolfram Lux vom Referat Lebensmittelaufsicht sowie Marktwesen in Innsbruck und ergänzt: "Die ersten Sammler kamen bereits Mitte Juni mit ihren Pilzen bei uns vorbei." Und da waren in erster Linie gängige Arten dabei. "Um die 250 Sorten sind in Tirol genießbar. In diesem Jahr sind wahnsinnig viele Pfifferlinge zu finden. Auch Steinpilze gibt es bereits, doch die Anzahl ist derzeit noch überschaubar", erklärt der Fachmann.

25 giftige Arten in Tirol

Eine Tatsache, die sich jedoch noch ändern kann, da die Hochsaison erst vor kurzem begonnen hat. "August und September sind die besten Monate für Sammler - vorausgesetzt, es wird nicht allzu rasch kalt", weiß Lux. Neben den bekannten Speisepilzen haben die Tiroler heuer auch schon gefährliche Sorten vorbeigebracht. "Das ist auch nicht so verwunderlich, denn immerhin existieren rund 25 giftige Arten in unseren Wäldern. Dazu zählt zum Beispiel der grüne Knollenblätterpilz", erklärt der Pilzberater. Bereits der Verzehr einer geringen Menge des Fruchtkörpers dieses Giftpilzes könne durchaus zu einer tödlichen Pilzvergiftung führen.

Kuriose Arten auch dabei

Die kuriosen Arten locken hingegen die Neugierde der Berater hervor. "Eine Frau hatte kürzlich einen feuerroten Tintenfischpilz dabei. So etwas sehen wir eher selten", schildert der Fachmann. Worauf müssen Sammler besonders Acht geben? "Es darf täglich zwischen 7 und 19 Uhr gesammelt werden - aber höchsten zwei Kilo pro Person und Tag. Dabei sollte man auf jeden Fall die Finger von kleinen, alten und fauligen Pilzen lassen", rät Lux. Das neue Büro der Pilzberatung befindet sich in der Anichstraße 5a in Innsbruck.

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