Mo, 11. Dezember 2017

Grüne Initiative

12.08.2016 09:32

Schlachtung ohne Stress und Angst gefordert

Tierfreunde verlangen es schon lange, viele Bauern wollen es auch und alle, denen nicht "nur" Tierwohl am Herzen liegt, sondern auch das eigene: die Erlaubnis für stressfreie Schlachtung direkt auf der Weide. Ohne die Panik von Einfangen, Transporten, Schlachthaus! Die steirischen Grünen fordern österreichweit Änderungen.

Es ist ja reiner Hohn: Selbst jene Tiere, die artgerecht gehalten und später als Biofleisch in den Handel kommen, werden zum Gros in Massenschlachthöfen getötet - was sich da teils abspielt, kennt man aus Schlachthofskandalen.

"Jeder Konsument muss dahinter stehen!"
Die Bedeutung stressfreier Schlachtung betont auch Norbert Hackl, der berühmt ist für seine Labonca-Sonnenschweine in Burgau. Er hat lange für sein Weideschlachthaus gekämpft, dort werden die Tiere über einen längeren Zeitraum "angefüttert" und dann völlig ohne Angst während des Fressens betäubt. "Jeder Konsument, ob Tierfreund oder nicht, müsste hinter der Forderung für stressfreies Schlachten stehen! Die Qualität des Fleisches wird nämlich massiv schlechter, wenn das Tier unter Stress gestanden ist."

Grüne starteten Initiative
Die Grünen haben jetzt eine Initiative gestartet, wonach schonende, stressfreie Schlachtung erlaubt wird, "was in Deutschland im Gegensatz zu Österreich aufgrund nationaler Gesetzgebung schon möglich ist". Erfolgen soll dies über mobile Schlachtanlagen oder mittels Abschuss auf der Weide.

Auch viele Landwirte schließen sich an
Auch Landwirte, denen konventionelle, industrielle Schlachtung schon lang Dorn im Auge ist, fordern diese Möglichkeiten. Schönleitner sieht da jetzt ein Licht: "Im Kärntner Landtag wurde bereits eine Mehrheit dafür gefunden, in der Steiermark gibt es zumindest Signale." Weitere Verhandlungen sind allerdings erst für das Frühjahr anberaumt.

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