Do, 24. Mai 2018

Legales Schlupfloch

11.08.2016 16:15

Airbnb zahlte in Frankreich nur 70.000 € Steuern

Der Online-Wohnungsvermittler Airbnb zahlt in Frankreich trotz geschätzter Gewinne in Millionenhöhe nur minimal Steuern. Der Zeitung "Le Parisien" zufolge führte das US-Unternehmen im vergangenen Jahr lediglich 69.168 Euro an den Fiskus ab. Die von den Kunden gezahlte Vermittlungsgebühr belaufe sich nach Schätzungen dagegen auf insgesamt 60 bis 160 Millionen Euro.

Bei der Berechnung der fälligen Abgaben nutze Airbnb dem Bericht nach ein legales Schlupfloch. Das Geld der Kunden geht demnach nicht an den französischen Ableger der Online-Börse, sondern an zwei Gesellschaften mit Sitz in Irland und Großbritannien.

Der französische Ableger ist nach Angaben des Unternehmens nur für Marketing und Werbung zuständig und gibt einen vergleichsweise geringen Jahresumsatz von knapp fünf Millionen Euro und einen Gewinn von 166.373 Euro an.

Frankreich ist nach den USA der zweitgrößte Markt für Airbnb. Dort werden über die Plattform rund 300.000 Unterkünfte angeboten. Das Unternehmen betonte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, es halte sich an die französischen Gesetze.

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