So, 19. November 2017

Erneute Provokation

11.08.2016 16:53

Trump: „Präsident Obama ist der Gründer des IS“

Kaum ein Tag ohne eine schwere Anschuldigung von Donald Trump: Nun hat der republikanische Präsidentschaftskandidat dem US-Präsidenten Barack Obama vorgeworfen, die Terrormiliz Islamischer Staat gegründet zu haben. "Er ist der Gründer des IS", sagte Trump am Mittwoch bei einem Wahlkampfauftritt in Florida und wiederholte den Vorwurf mehrmals.

Vor Anhängern in Fort Lauderdale kritisierte Trump Obama für die Entscheidung, die US-Soldaten aus dem Irak abzuziehen. Daher sei er der Gründer der IS-Miliz. "Der IS ehrt Präsident Obama", so Trump. Über die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, sagte Trump: "Ich würde sagen, die Mitgründerin ist die betrügerische Hillary Clinton."

Trump befürwortete 2002 Irakkrieg
Schon im Jahr 2007 hatte Trump einen Schuldigen für den Irakkrieg benannt - den damaligen republikanischen US-Präsidenten George W. Bush. In einem Interview im September 2002 hatte Trump laut Medienberichten den Irakkrieg allerdings selbst befürwortet.

Serie von Provokationen und verbalen Entgleisungen
Es ist längst nicht der erste verbale Ausrutscher von Trump in den vergangenen Wochen. Am Dienstag hatte der populistische Immobilienmilliardär bei einer anderen Wahlkampfveranstaltung mit einem zweideutigen Aufruf an Waffenbesitzer, den Kritiker als Aufforderung zu einem Attentat auf Clinton verstanden, für Empörung gesorgt. Trump erklärte später, er habe die Waffenfreunde nur aufrufen wollen, im November zur Wahl zu gehen.

Unlängst beleidigte Trump auch die pakistanischstämmigen Eltern eines gefallenen US-Soldaten, fantasierte über angebliche Wahlmanipulationen und forderte Russland zu Hackerangriffen gegen Hillary Clinton auf. Anfang August brachte er einen möglichen Einsatz von Atomwaffen ins Spiel: "Warum setzen wir sie nicht ein?", fragte Trump in einem Interview mit einem Journalisten.

Republikaner: "Trump wäre gefährlichster Präsident der Geschichte"
Der Unmut gegenüber Trump in der eigenen Partei wird daher wenig überraschend immer größer. In einem offenen Brief an die "New York Times" bezeichneten 50 der renommiertesten Sicherheitsexperten der Republikaner den Kandidaten ihrer Partei für das Weiße Haus für den Fall seines Sieges als "gefährlichsten US-Präsidenten der Geschichte". Keiner von ihnen, stellen sie klar, werde Trump wählen. Trump schoss daraufhin zurück, die Unterzeichner seien "nichts anderes als eine gescheiterte Washingtoner Elite, die sich an ihre Macht klammert".

Trump liegt derzeit in Umfragen bis zu zehn Prozentpunkte hinter der ehemaligen Außenministerin Clinton.

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