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11.08.2016 15:39

Handys im Gefängnis: Justiz testet Störsender

60 bis 70 Mobiltelefone werden jeden Monat in Österreichs Justizanstalten sichergestellt. Um Handygespräche von Häftlingen in Zukunft zu verhindern, testet die Justiz daher derzeit Störsender. Ein Probebetrieb in der Justizanstalt St. Pölten steht vor dem Abschluss, nun soll in einem zweiten Gefängnis ein anderes System getestet werden.

Das Ergebnis des Probebetriebes in St. Pölten, der seit dem Vorjahr läuft, bezeichnet Josef Schmoll von der Generaldirektion als "gut". Für den zweiten Test mit einem Vergleichssystem kämen die Justizanstalten Sonnberg im niederösterreichischen Bezirk Hollabrunn oder Graz-Karlau infrage.

Sowohl für den Test als auch für eine eventuelle Einführung brauche es eine Genehmigung von der Fernmeldebehörde. Ziel ist es laut Schmoll, ein System mit der größtmöglichen Abdeckung innerhalb der Justizanstalt zu finden, das gleichzeitig die Mobilfunknetze außerhalb der Gefängnismauern nicht stört.

Eine bundesweite Einführung von Störsendern dürfte allerdings an den Kosten scheitern. Sie sei "eine budgetäre Frage", so Schmoll: Eine Installation in den 27 österreichischen Gefängnissen würde mehrere Millionen Euro kosten.

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