Mo, 26. Februar 2018

Crowdfunding-Fail

11.08.2016 12:12

Spenden für Autos und Stripperinnen verprasst

Einmal mehr sind Unterstützer einer Crowdfunding-Kampagne um ihr Geld gebracht worden. Getroffen hat es diesmal die Fans eines smarten Motorradhelms der US-Firma Skully. Deren Gründer verprassten das Spendengeld lieber für schnelle Autos und Stripperinnen, wie jetzt aus einer Klageschrift hervorgeht.

Das Start-up aus San Francisco hatte 2014 auf Indiegogo eine Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung seines Motorradhelms AR-1 gestartet. Der "weltweit smarteste Motorradhelm" sollte über ein sogenanntes HUD (Head-up-Display) wichtige Informationen im Sichtfeld einblenden, ohne dass Fahrer dafür ihren Blick von der Straße abwenden müssen.

Spendenziel um das Zehnfache übertroffen
Das von Skully angepeilte Spendenziel von 250.000 US-Dollar wurde nicht nur erreicht, sondern mit rund 2,5 Millionen Dollar um nahezu das Zehnfache übertroffen. Trotzdem erklärte das Unternehmen in der vergangenen Woche das Projekt völlig überraschend für gescheitert und kündigte an, Gläubigerschutz zu beantragen. Für die rund 2000 Unterstützer bedeutet dies: Ihr Geld ist weg.

Spenden für Autos und Stipperinnen veruntreut
Wie jetzt aus einer Klageschrift der ehemaligen Assistentin Isabelle Faithauer hervorgeht, dürfte es von den beiden Firmengründern Marcus und Mitch Weller für "persönliche Ausgaben" veruntreut worden sein. Demnach sollen die beiden Brüder das Geld unter anderem für die Miete eines Apartments in San Franciscos Marina Discrict, vier Motorräder sowie Sportwagen ausgegeben haben.

Laut der Website "Buzzfeed", die die Klageschrift veröffentlichte, mieteten sich die beiden Brüder nicht nur für ein Wochenende einen Lamborghini, sondern "investierten" die Spendengelder auch in eine Dodge Viper - und eine weitere, nachdem die erste bei einem Unfall zu Schaden kam. Auch einen Strafzettel und mehrere Erste-Klasse-Flüge und Reisen finanzierten sich die Brüder mit dem Crowdfunding-Geld. 2000 Dollar flossen zudem in Miet-Limousinen, 2345 Dollar in Gemälde und 2000 Dollar ließen die Skully-Gründer in einem Strip-Club namens "De Ja Vu".

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