Mi, 22. November 2017

Olympia 2016

11.08.2016 10:00

Top-10-Ränge und Proteste: Guter Start für Segler

Die österreichischen Segler haben am Mittwoch in Rio de Janeiro einen soliden Start in die olympischen Regatten hingelegt. Bei schwierigen Bedingungen landeten sowohl die beiden 470er-Besatzungen nach jeweils zwei als auch das Nacra-17-Duo nach drei Wettfahrten auf einstelligen Zwischenplätzen. Die 49er Nico Delle Karth/Niko Resch starten am Freitag in ihre Konkurrenz.

Wind, extreme Druckunterschiede und Winddreher haben den Aktiven das Leben in der Guanabara-Bucht auf beiden gefahrenen Bahnen schwergemacht. Es herrschte eine Bandbreite von fünf bis 50 Knoten. In diesem Nervenspiel war es daher erfreulich, dass es die 470er-Besatzungen Matthias Schmidt/Florian Reichstädter und Lara Vadlau/Jolanta Ogar es auf die Plätze fünf bzw. sieben schafften. Thomas Zajac/Tanja Frank sind im Nacra 17 ebenso Fünfte.

Protest von Vadlau/Ogar stattgegeben
Vadlau/Ogar hatten aber Protest gegen die Neuseeländerinnen eingelegt. Nach Auffassung der Österreicherinnen hätten die London-Olympiasiegerinnen Jo Aleh/Polly Powrie, ein Boot mit absolutem Medaillenpotenzial, den Vorrang von Vadlau/Ogar missachtet, woraufhin diese korrigieren mussten. Die achtplatzierten Niederländerinnen Afrodite Zegers/Anneloes van Veen bezeugten die Darstellung der OeSV-Asse. Der Protest ist durchgegangen und die neuseeländischen Olympiasiegerinnen wurden in Wettfahrt eins daher disqualifiziert. Für die rot-weiß-roten Europameisterinnen bedeutete das ein Vorrücken um einen Rang auf Position sechs. Die Medaillen-Anwärterinnen Aleh/Powrie halten sich wegen des Gewinns der zweiten Wettfahrt trotzdem noch in den Top Ten.

"Es war von den Bedingungen her extremer als extrem, die erste Wettfahrt ist dennoch nach Wunsch verlaufen", resümierte Vadlau den Regatta-Auftakt. "Einziger schaler Beigeschmack war die Behinderung der Neuseeländer, die uns klar benachteiligt hat. Die zweite Wettfahrt hat für uns nicht optimal begonnen, wir haben den Schaden aber einigermaßen in Grenzen halten können und sind im Spiel dabei."

Gut lief es für Schmidt/Reichstädter. Nach einem dritten Rang zum Auftakt lagen die beiden in der Folge-Wettfahrt kurzfristig sogar in Führung, fielen jedoch noch auf Platz neun zurück. Als Fünfte sind sie in der Zwischenwertung jedoch punktgleich mit den Dritten gut im Rennen. Die beiden zeigten sich super-glücklich, bei nicht erwarteten Bedingungen sei es gut gelaufen. Einschränkend sei aber die bittere Pille des Rückfalls in Wettfahrt zwei.

Bei Zajac/Frank stand noch ein Fragezeichen hinter ihrem Endergebnis des ersten Tages, sie hatten einen Protest der Australier Jason Waterhouse/Lisa Darmanin gegen sich. Dieser wurde aber nicht stattgegeben.

Achterbahn der Gefühle
Für Zajac brachte der Tag jedenfalls eine Achterbahnfahrt der Gefühle: "Wir sind beim ersten Rennen sehr gut rausgekommen und haben uns komplett eingeparkt. Und im zweiten Rennen war es anders rum, da sind wir schlecht rausgekommen." Zum Protest: "Als wir durchfahren wollten, hat er (Australier, Anm.) eine Böe bekommen und hat die Richtung gewechselt. Es war eine knappe Geschichte. Wir werden versuchen, uns zu verteidigen."

Grundsätzlich herrschten am Auftakttag von drei von vier österreichischen Booten andere Bedingungen als man sie in dreieinhalb Jahren Vorbereitung in diesem Revier kennengelernt hat. "Es war schon sehr anstrengend. Es war alles neu für uns, es war eine komplett andere Windrichtung", sagte Frank im ORF-Interview. "Der Wind hat die ganze Zeit herumgedreht. Es war gerade für den Kopf sehr anstrengend." Für Donnerstag wurde erneut viel Wind vorhergesagt.

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