Mo, 20. November 2017

Nach Zahnarztbesuch

10.08.2016 18:18

Bohrer-Aufsatz steckte im Zwerchfell fest

Das Röntgenbild beweist es: Bei der Behandlung einer Patientin, die dabei plötzlich husten musste, kam einem Grazer Zahnarzt der Aufsatz des Bohrers abhanden. Seine Vermutung, dass der zwei Zentimeter lange Metallteil auf natürlichem Weg von der Patientin ausgeschieden wird, bestätigte sich nicht, denn er blieb im Zwerchfell stecken!

Die 69-jährige Steirerin - sie möchte anonym bleiben - hatte niemals Angst vor Zahnärzten. Das änderte sich schlagartig, als sie sich in Graz einer Routinebehandlung unterzog. Ausgerechnet in dem Moment, als der Mediziner bei ihren Zähnen bohrte, musste die Frau husten. Der Zahnarzt nahm den Bohrer sofort aus dem Mund - doch da fehlte etwas: Der zwei Zentimeter lange und zwei Millimeter dicke Aufsatz war verschwunden.

Schmerzen von Tag zu Tag schlimmer
"Normalerweise wird bei solchen Behandlungen der Speichel abgesaugt", ärgert sich der Ehemann der Pensionistin und fragt sich, wie ein derartiges Unglück überhaupt passieren konnte. Bei der Pensionistin stieg jedenfalls der Angstschweiß hoch, befand sich doch irgendwo im Körper ein - noch dazu spitzer - Fremdkörper.

Die Steirerin ließ sich röntgen und mittels Ultraschall abtasten, aber vorerst ohne Ergebnis. Dabei litt sie unter Schmerzen, die von Tag zu Tag schlimmer wurden.

Lungenflügel verletzt, im Zwerchfell stecken geblieben
Ihr großes Glück war, dass sie jedes Jahr im LKH Hörgas-Enzenbach ihre Lunge routinemäßig untersuchen lässt. Dabei entdeckte ein Arzt den spitzen Gegenstand, der einen Lungenflügel verletzt hatte und im Zwerchfell stecken geblieben war.

"Meine Frau ist stundenlang operiert worden und dann auf der Intensivstation gelegen", berichtet ihr Gatte. "Jetzt befindet sie sich in einem Sanatorium und leidet immer noch unter argen Schmerzen. Ich weiß nicht, wann sie heimkommt."

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