Mo, 20. November 2017

Veraltet

10.08.2016 13:48

Google verbannt Flash aus seinem Chrome-Browser

Flash geht es (weiter) an den Kragen: Google wird die veraltete Adobe-Technologie künftig weitgehend aus seinem Browser verbannen. Das kündigte der Internetkonzern am Dienstag in einem Blogeintrag an.

Mit der Chrome-Version 53, die im September veröffentlicht wird, sollen Hintergrundinhalte mit Flash auf einer Website automatisch blockiert werden. Chrome wird bevorzugt Inhalte im offenen Web-Standard HTML5 darstellen. Nach Angaben des Internetkonzerns werden damit 90 Prozent aller Flash-Inhalte im Web blockiert. Zuvor war Flash schon bei Mozillas Firefox, Microsofts Edge und dem Safari-Browser von Apple verbannt worden.

Die Flash-Technologie von Adobe war in der Vergangenheit immer wieder durch gravierende Sicherheitslücken negativ aufgefallen. Außerdem treibt Flash den Strombedarf der Browser in die Höhe, was bei Laptops zu kürzeren Laufzeiten führt. Der weitgehende Verzicht auf Flash soll weiterhin dazu führen, dass Websites schneller geladen werden.

Komplett verschwinden wird Flash beim Surfen mit Googles Chrome allerdings nicht: Websites, die ausschließlich im Flash-Format geschrieben wurden, können auf Wunsch des Anwenders noch angezeigt werden. Der Nutzer muss dies dann allerdings mit einem Klick anfordern.

Microsoft verabschiedet sich von RC4-Verschlüsselung
Parallel zur Flash-Blockade durch Chrome kündigte Microsoft für seine Browser Internet Explorer 11 und Edge eine Initiative an, um eine berüchtigte Schwachstelle zu schließen. Danach wird der Softwarekonzern nicht weiter den veralteten Verschlüsselungsstandard RC4-Cipher unterstützen. Dadurch konnte der Datenverkehr beim Besuch eigentlich abgesicherter Websites unter Umständen entschlüsselt werden.

Die Schwachstelle geht auf die 80er- und 90er-Jahre zurück, als es US-Firmen noch verboten war, effiziente Verschlüsselungstechnologien ins Ausland zu verkaufen. Das Verbot wurde Ende der 90er-Jahre aufgehoben, die alte unsichere Verschlüsselung verschwand allerdings nicht komplett.

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