Di, 24. Oktober 2017

Erinnerungslücken

09.08.2016 17:00

Wien: ÖVP wirft Oxonitsch „politische Demenz“ vor

"Das will ich jetzt gar nicht aufzählen." "Daran kann ich mich, ehrlich gesagt, nicht erinnern." "Das kann ich nicht sagen." Auf viele Fragen zu den Kindergarten-Skandalen wusste der ehemalige Wiener Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) im "Krone"-Interview plötzlich keine Antworten mehr. Die Opposition erinnert ihn nun gerne an "seine Verfehlungen".

"Krone": "Welche Fehler haben Sie denn gemacht?" Oxonitsch: "Da will ich jetzt gar keine aufzählen." Im "Krone"-Gespräch gab es mehr Fragen als Antworten. Das plötzliche Vergessen des ehemaligen Stadtrats, der jetzt SPÖ-Klubobmann ist, wird von ÖVP-Wien-Chef Gernot Blümel - wenig charmant - als "politische Demenz" kritisiert.

Tatsache ist, dass der Ex-Stadtrat unter eklatanten Erinnerungslücken zu leiden scheint. Die Opposition hilft freiwillig beim Auffrischen der Polit-Geschichte. FPÖ-Klubobmann Dominik Nepp ärgert sich: "Die Mängelliste ist lange, ich erinnere an: Containerklassen, ein mangelndes Schulstandortprogramm, fehlende Lehrer, zu wenige Kindergarten- und Krippenplätze durch überhastete Einführung des Gratiskindergartens. So wusste die MA 10 im Herbst 2013 nicht einmal, wie viele Plätze in Wien benötigt werden."

Blümel: "Kinder und Eltern müssen Pfusch ausbaden"
Wiens ÖVP-Chef Blümel führt weiter aus: "In seiner Amtszeit wurden die 6,6 Millionen Euro an Alt-Wien vergeben und in den islamischen Kindergärten mit städtischem Fördergeld Parallelgesellschaften aufgebaut. Kinder und Eltern müssen jetzt diesen Pfusch ausbaden."

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