Mo, 18. Dezember 2017

"Gefahrenherd Nr. 1"

04.08.2016 09:29

Unfallstatistik: Sportler leben am gefährlichsten

"Sport ist Mord" heißt ein bekanntes Sprichwort und Ähnliches zeigt sich auch in der jüngsten Unfallstatistik der Allianz-Versicherung: Laut den Erhebungen ist körperliche Ertüchtigung in Österreich "Gefahrenherd Nummer eins" in puncto Unfällen, dahinter reihen sich der Arbeitsplatz, das Eigenheim und der Garten.

Für die Statistik wurden die Leistungsfälle des Versicherungskonzerns in den Jahren 2007 bis 2015 analysiert. Detailliertere Erhebungen in den einzelnen Bereichen - wie etwa die genaue Zahl der Motorrad- oder Autounfälle - gibt es allerdings nicht: "Hier wurden die Bereiche bei der Befragung nur ganz allgemein abgedeckt", so ein Pressesprecher der Allianz-Gruppe in Österreich Donnerstagfrüh gegenüber krone.at.

Stündlich erleiden rund 100 Menschen in Österreich einen Unfall. Den Daten zufolge lauert vor allem beim Sport mit einem Anteil von 33,5 Prozent die größte Gefahr. Auf Position zwei finden sich mit 26,1 Prozent Arbeitsunfälle. Knapp dahinter liegen Unglücke, die sich zu Hause oder im eigenen Garten ereignen (25,3 Prozent). Abseits von Sport und Garten ereignen sich weitere 9,6 Prozent aller Unfälle in der Freizeit, was in der Wertung Rang vier bedeutet. An fünfter Stelle folgen Kfz-Unfälle mit Verletzten (5,5 Prozent).

Tiroler verunglücken am häufigsten
Am gefährlichsten dürften laut Statistik übrigens die Tiroler leben: Bei jedem fünften Unfall (21,3 Prozent) hatte der Verletzte seinen Wohnsitz in diesem Bundesland - die meisten Unglücke passieren hier auch tatsächlich beim Sport -, dahinter rangieren Oberösterreich mit 16,1 Prozent und Niederösterreich (14,8 Prozent). Wien (4,5 Prozent) und das Burgenland (3,2 Prozent) belegen in diesem Ranking die beiden letzten Plätze.

Die Steiermark (33,5 Prozent) ist vor Kärnten (30,3 Prozent) wiederum jenes Bundesland, in dem Arbeitsunfälle die häufigste Unglücksursache darstellen. Zu Hause oder im Garten seien die Burgenländer mit 29,7 Prozent am stärksten gefährdet, während es in Wien (17,7 Prozent) österreichweit die wenigsten Vorfälle im privaten Bereich gebe. Kfz-Unfälle liegen in der Allianz-Statistik überall an letzter Position.

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