Mo, 26. Februar 2018

90 Personen abgehört

03.08.2016 13:47

Kim Jong Un hetzt seine Hacker auf Südkorea

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hat seine Hacker wieder auf Ziele im verhassten Südkorea gehetzt. Die Cyberspione - Nordkorea soll bis zu 6000 von ihnen beschäftigen - haben insgesamt 90 Personen mit sensiblen Infos über Außenpolitik und Militär des Südens gehackt und sich Zugriff auf zumindest 56 E-Mail-Konten verschafft. Ob bei dem Cybereinbruch auch sensible Daten erbeutet wurden, ist zur Stunde noch nicht bekannt.

Kim Jong Uns Cyber-Armee hatte von Jänner bis Juni Menschen abgehört, die Verbindungen ins südkoreanische Außen- und Verteidigungsministerium haben, berichtet das IT-Portal "The Register". Die nordkoreanischen Hacker haben offenbar Diplomaten, Ministeriumsmitarbeiter und Journalisten mit Verbindungen zu den Ministerien abgehört.

Die Rechner der Opfer wurden bei Spear-Phishing-Attacken mit Abhörsoftware infiziert. Dabei nehmen sich die Angreifer Zeit, ihre Opfer "kennenzulernen" und legen dann maßgeschneiderte Fallen für die Zielpersonen aus. Fallen diese auf die Falle - oft handelt es sich um manipulierte Links in täuschend echt erscheinenden Mails - herein, können die Hacker Daten abgreifen.

Spuren tragen Handschrift des Nordens
Nordkorea hat sich nicht zu dem Hackerangriff bekannt, südkoreanische Ermittler gehen jedoch fix davon aus, dass die Attacke aus dem Norden kam. Der Grund: Spuren, welche die Angreifer hinterlassen haben, ähneln offenbar den Spuren einer bestätigten Attacke aus Nordkorea, die sich bereits 2014 zugetragen hat.

Welche Daten Kims Hacker wirklich erbeutet haben, wird von der Internet and Security Agency und dem National Security Service in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul gerade überprüft. Sie hat angesichts der Cyberbedrohung auch den Rat herausgegeben, private und berufliche E-Mail-Konten zu trennen und regelmäßig die Passwörter zu ändern.

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