Mo, 20. November 2017

In Ex-IS-Hochburg

03.08.2016 10:58

Syrien: Frauen verbrennen nach Befreiung Niqabs

Jahrelang war die syrische Stadt Manbidsch eine Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat. Nun wurden die Dschihadisten vertrieben, kurdische Einheiten konnten mit US-Unterstützung aus der Luft einen Großteil der Stadt zurückerobern. Die Bevölkerung reagierte sichtlich erleichtert, auf der Straße verbrannten Frauen ihre schwarzen Niqabs, wie das Video eines kurdischen Senders zeigt. Der IS hatte alle Frauen in den von ihm besetzen Gebieten unter Androhung drakonischer Strafen zum Tragen des Ganzkörperschleiers gezwungen.

Seit Juli 2012 war Manbidsch vom IS besetzt gewesen. Die Bevölkerung hatte nicht nur unter der Herrschaft der Dschihadisten zu leiden, auch die fast täglichen Luftangriffe der Anti-IS-Koalition haben ihre Spuren hinterlassen. Doch nun sei es gelungen, die IS-Kämpfer aus der Stadt zu vertreiben, berichtete die britische Online-Zeitung "Independent" am Mittwoch.

Frauen jubeln und klatschen
Das Video eines Kriegsreporters des kurdischen Senders "Ajansa Hawar" zeigt, wie Frauen in Manbidsch ihre Niqabs verbrennen, die ihnen die IS-Terroristen aufgezwungen hatten. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie die Frauen jubeln und klatschen.

IS verliert sein "Tor nach Syrien"
Der IS verliert in Syrien derzeit immer mehr an Boden. Manbidsch ist für ihn ein besonders schwerer Verlust, denn die Stadt ist nur 40 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt und wurde von den Dschihadisten oft als Anlaufpunkt genutzt, um neue Kämpfer ins Land zu schleusen.

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