Sa, 26. Mai 2018

Umfrage zeigt:

03.08.2016 10:32

Mehrheit der Österreicher will am Land leben

Die Mehrheit der Österreicher will am Land wohnen, geht aus einer Wohnumfrage von s Real und Wohnnet hervor. Mit ein Grund dafür dürften wohl auch die hohen Preise in den Städten sein. Zusätzliche Wohnungen könnte man überall brauchen.

s-Real-Immobilien Geschäftsführer Michael Pisecky stellt fest, dass die Entwicklung generell eher zu Ballungsräumen geht, es gebe aber auch einen Gegentrend - auch wegen der gestiegenen Preise. Aktuell hat sich der Wunsch, am Land zu leben, verstärkt: In der heurigen Umfrage wünschten sich dies 53 Prozent der Befragten. Im Vorjahr waren es nur 45 Prozent. 28 Prozent würden am liebsten in Wien oder anderen Landeshauptstädten wohnen, 19 Prozent in einer Bezirkshauptstadt. Pisecky verwies auf die "österreichische Seele", bei "extrem guter Infrastruktur, mit Autobahn, U-Bahn, S-Bahn um die Ecke in aller Ruhe ungestört" wohnen zu wollen.

Eine große Mehrheit der Befragten (46 Prozent) wünscht sich der Umfrage zufolge eine Immobilie in sehr ruhiger Lage. Weitere 30 Prozent wollen zwar urban wohnen, allerdings in im Schlafbereich ihre Ruhe haben. Zentrale Lagen waren übrigens heuer gefragter als im Vorjahr. 24 Prozent würden dafür sogar auf ihre Ruhe verzichten.

Balkons und Freiflächen sind gefragt
Neben Preis und Lage sind den Wohnungssuchenden vor allem auch die Raumaufteilung, Terrasse und Balkon sowie die Wohnungsgröße wichtig. Auch Freiflächen sind extrem stark gefragt und erhöhen sogar den Wert der Immobilie. Pisecky ergänzt, dass sich eine Investition in einen Balkon 1:1 in den Preis übertrage und die unteren Stockwerke nicht mehr ganz so verpönt seien, wie das früher der Fall war.

Wunsch nach Mietwohnungen
Eine gute Nachfrage sieht man zudem generell bei Mietwohnungen, wobei vor allem Wohnungen mit bis 800 Euro pro Monat extrem nachgefragt würden. Kleinere Wohnungen seien überall gesucht, man brauche sie auch am Land, so Pisecky. Als Hauptgründe für das Mieten einer Wohnung genannt wurden "Freiheit/Flexibilität " (26 Prozent), mangelnde finanzielle Möglichkeiten (21 Prozent) sowie die aktuelle Lebensphase (20 Prozent).

Qualität bei Eigentumswohnungen gestiegen
Bei den gebrauchten Eigentumswohnungen sieht Pisecky noch "Preispotenzial nach oben". Bei neu gebauten Eigentumswohnungen dürfte man hingegen am Preishöhepunkt angekommen sein. Er verwies angesichts der Diskussionen um hohe Wohnungskosten auf höhere Standards. In den gestiegenen Mieten spiegelten sich die Qualitätssteigerungen wider.

Aber auch Einfamilienhäuser seien stark gefragt und Baugründe gesucht. Dies könnte wohl auch mit den Preisen für Eigentumswohnungen zusammenhängen. Verwiesen wird auch auf die niedrigen Zinsen. Vorsorgewohnungen seien keine Spekulation, betonte Pisecky. Spekulieren könne man beispielsweise, wenn man von einer geplanten Grundstücksumwidmung wisse.

Sehr hohe Mieterquote
Österreich sei in Europa nach Deutschland das Land mit der zweithöchsten Mieterquote. 56 Prozent leben hier im Eigentum, 44 Prozent zur Miete. Eine Mietwohnung wird derzeit von 21 Prozent der Befragten gesucht, eine Eigentumswohnung oder ein Einfamilienhaus zum Kauf von je 17 Prozent und ein Baugrundstück von 11 Prozent.

Als Gründe für die Immobiliensuche genannt werden in der Umfrage vor allem eine zu kleine Wohnung auch wegen Familienzuwachses (26 Prozent), ein Berufs/Ortswechsel und Eigentum statt Miete (je 17 Prozent), die erste Wohnung (8 Prozent), Kostensenkung (6 Prozent) und ein ausgelaufener Vertrag (3 Prozent).

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