Mo, 28. Mai 2018

Allergischer Schock

02.08.2016 16:18

Giftige Raupe erwischte Schwammerlsucher

Seit 2004 verbreitet sich im Osten Österreichs ein Falter namens Eichenprozessionsspinner. Als Schmetterling ist das Insekt harmlos, als Raupe jedoch brandgefährlich. In Kärnten gab es bis dato noch keinen Nachweis; doch nun soll ein Schwammerlsucher in Unterkärnten mit dem Tier in Kontakt gekommen sein

Von Mai bis Ende Juli trifft man vor allem in Burgenland und Niederösterreich auf die Raupen des unscheinbaren Eichenprozessionsspinners. "Durch den Klimawandel erschließt sich der wärmeliebende Falter aber neue Lebensräume und stellt insbesondere im Raupenstadium für Pflanzen, Tiere und Menschen eine Gefahr dar", erklären Experten der Europäischen Stiftung für Allergieforschung.

Die Raupe, deren Lebensraum die Eiche ist, besitzt kleine, giftige Härchen mit Widerhaken. Verfangen sich diese auf der Haut, geben sie ein Nesselgift ab, das Reaktionen von Juckreiz über Ausschläge bis hin zu gefährlichen allergischen Schocks mit Kreislaufkollaps auslösen kann.

Hubert Kügler von der Landesforstdirektion: "Aufgrund des geringen Eichenanteiles in unseren Wäldern ist die Verbreitung dieses Insektes in Kärnten kaum nachweisbar." Ähnlich sieht das auch Günter Stanglmaier vom Naturwissenschaftlichen Verein: "Es gibt in Kärnten bislang keine dokumentierten Fälle."

Wie sich jedoch nun herausstellte, dürfte im Juli ein Tiroler beim Schwammerlsuchen in Unterkärnten mit dem Insekt in Kontakt gekommen sein. Der Mann war damals mitten im Wald kollabiert. Ein Kreislaufzusammenbruch sei laut Polizei der Grund gewesen. Erst an der Uni-Klinik Innsbruck konnten Ärzte feststellen, dass Härchen des Eichenprozessionsspinners Auslöser für den Zusammenbruch gewesen sein dürften. Eine genaue Analyse folgt.

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