So, 17. Dezember 2017

"Hohe Verluste"

01.08.2016 18:54

US-Kampfjets fliegen Angriffe gegen IS in Libyen

In Libyen haben US-Kriegsflugzeuge am Montag erstmals Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in der Stadt Sirte geflogen. Wie der Chef der libyschen Einheitsregierung, Fajes al-Sarradsch, in einer im Fernsehen übertragenen Rede mitteilte, gab es dabei "hohe Verluste". Der Pentagon-Sprecher Peter Cook erklärte, die "Präzisionsangriffe" in Sirte seien auf Gesuch der Einheitsregierung erfolgt. Damit sollten ihr angegliederte Kräfte im Kampf gegen den IS unterstützt werden.

Kräfte der von der UNO gestützten Einheitsregierung hatten im Mai eine Offensive zur Eroberung Sirtes gestartet. Anfang Juni waren sie mit Unterstützung von Luftwaffe und Artillerie in die Küstenstadt vorgedrungen. Bei den Gefechten wurden nach Angaben von Ärzten des Kommandos der Einheitskräfte 280 Kämpfer getötet und mehr als 1500 verletzt.

Libyscher IS-Chef im vergangenen Jahr getötet
So war im November 2015 nach Pentagon-Angaben bei einem gezielten Luftschlag der Chef des libyschen IS-Ablegers, Abu Nabil (Bild unten), getötet worden. US-Präsident Barack Obama hatte Anfang des Jahres seinen Sicherheitsrat damit beauftragt, die Anstrengungen im Kampf gegen den Terror auf Libyen auszuweiten.

Sirte wichtigster Stützpunkt des IS
Das 450 Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis gelegene Sirte ist seit Juni 2015 der wichtigste Stützpunkt der IS-Miliz in Libyen. Die Einnahme der Stadt wäre ein wichtiger Erfolg für die Regierung der Nationalen Einheit. Diese ringt weiter darum, ihre Autorität in dem nordafrikanischen Land zu etablieren.

Nach dem Sturz und dem Tod des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 war Libyen ins Chaos gestürzt. Seitdem beherrschen zahlreiche bewaffnete Milizen das ölreiche Land. Der IS nutzte die unübersichtliche Lage in Libyen, um sich auszubreiten, unter anderem in Sirte, Gaddafis Heimatstadt.

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