Fr, 24. November 2017

2 Euro pro Behebung

01.08.2016 19:58

Bankomatgebühr trifft die große Masse

Wirft man einen Blick auf die Einkommenspyramide in Österreich, so erkennt man, wer am meisten bei der Bankomatgebühr zur Kasse gebeten wird. Gerade diejenigen, die am wenigsten haben, trifft die Gier der Banken mit voller Wucht. Jene aber, die am Hebel der Macht sitzen, können die rund zwei Euro locker verkraften.

Heißes Eisen Bankomatgebühr: In Deutschland bereits gang und gäbe, in Österreich bisher nicht vorstellbar. Als eine US-Firma klammheimlich Kunden für das Beheben des eigenen Geldes satte 1,95 Euro abknöpfte, gingen die Wogen hoch. Während sich die SPÖ jetzt für ein gesetzliches Verbot einsetzt, plädiert ÖVP-Finanzminister Hans Jörg Schelling für eine sichtbare Kennzeichnung der "bösen" Bankomaten.

Doch wirft man einen Blick auf das Einkommen der Menschen - also von Lohnsteuer- und Einkommenssteuerpflichtigen - inklusive Transferzahlungen, erkennt man sofort die finanzielle Schieflage. Für fast jeden zweiten Österreicher macht es einen großen Unterschied, ob er noch zusätzliche Kosten berappen muss oder nicht.

Und dann gibt es noch eine Gruppe von Millionen Österreichern, der nach Abzug der geschätzten monatlichen Fixkosten nur mehr knapp 400 Euro für Nahrung zur Verfügung steht. Geteilt durch 31 sind das täglich rund 13 Euro für Frühstück, Mittag- und Abendessen. Da wird oft schon überlegt, ob sich eine Melange im Kaffeehaus ausgeht.

Menschen, die sehr wenig Geld haben, wollen natürlich auch nicht viel Bares mit sich herumtragen. Bei Verlust oder Diebstahl fällt das schwer ins Gewicht: Bei beispielsweise nur acht Bankomat-Behebungen pro Monat sind schon 16 Euro bloß für Bankomatgebühren dahin!

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