Do, 19. Oktober 2017

Olympia 2016

01.08.2016 11:54

Nicol Ruprecht: Die Gummifrau

Im österreichischen Rio-Team ist niemand so beweglich wie Nicol Ruprecht, unsere Sportgymnastin.

Nicol kann sich verbiegen, dass man in Angstschweiß ausbricht. Spagat fürs Foto über 30 Minuten? Die Tirolerin lächelt unentwegt! Das Bein gestreckt zum Ohr als wär’s ein dritter Arm? Nicol schmunzelt nur amüsiert. "Das kannst auch", sagt sie schnippisch, "wenn du sechs Stunden trainierst." Pro Tag, meint sie natürlich. Und tagtäglich. "Nur Samstag und Sonntag habe ich frei." Pause, Nachsatz: "Manchmal"

Seit 17 Jahren macht Nicol Ruprecht diesen Sport. Rhythmische Sportgymnastik. Das passiert, wenn man mit vier zum Kinder-Ballett kommt und zwei Jahre später dann die Glitzer-Kleider bei einem Wettkampf sieht: "Als ich die zu Gesicht bekommen habe, war es um mich geschehen", erinnert sich die Wörglerin.

Heute kann sie sich verbiegen, dass die berühmte Gummifrau im Zirkus neidisch wird. Eine Körper-Bewegung, die sie nicht kann? Nicol runzelt die Stirn: "Nein, da wüsste ich nichts." Nur so verbiegen, dass eine Gold-Medaille vom Himmel fällt - das kann auch Ruprecht nicht: "Die Spanierin und ich sind im Olympia-Starterfeld die Einzigen, die nicht aus Russland kommen. Die meisten in unserem Metier haben Doppel-Staatsbürgerschaften. In Russland gibt’s so viele Zentren für diesen Sport. Ich will in Rio nur fehlerlos bleiben. Dann bin ich schon zufrieden."

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