So, 19. November 2017

„Fluchtgefahr“

01.08.2016 09:47

Empörung nach Tötung von Zoo-Bären in der Slowakei

Die Erschießung eines Braunbären in einem Zoo in der Slowakei hat bei Tierfreunden Empörung ausgelöst. Der sechs Jahre alte "Balu" war erst im Juni aus einem Freigehege im tschechischen Tabor in den Betonzwinger im slowakischen Bojnice gebracht worden. Als er versuchte, den Betongraben zu verlassen und in einem umzäunten Bereich auf einen Baum zu klettern, wurde er erschossen.

"Es bestand die Gefahr, dass der Bär in Zukunft erneut die Flucht versuchen könnte", sagte eine Zoosprecherin der Agentur TASR. "Der Schutz von Menschenleben ist am wichtigsten", betonte eine Sprecherin des zuständigen Umweltministeriums in Bratislava.

Bei Balus früherem Zoo in Tabor zeigte man sich bestürzt: Er habe nie Zeichen von Aggressivität gezeigt. "Er hat mir aus der Hand gefressen", sagte eine Tierpflegerin der Zeitung "Blesk". In den sozialen Netzwerken bahnte sich am Freitag ein Shitstorm an. "Mir tun die Tiere leid, denn das Gehege aus Beton ist schrecklich", schrieb eine Internet-Nutzerin. "Wird denn jedes Tier getötet, das versucht, zu entkommen", fragte eine andere. In der Slowakei gibt es Braunbären nicht nur im Tierpark: Rund 600 bis 800 leben im Land der Berge, Wälder und Höhlen streng geschützt in freier Wildbahn.

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